Kreis Heinsberg: In Alemannia-Trikots zum Sieg in Hückelhoven

Kreis Heinsberg : In Alemannia-Trikots zum Sieg in Hückelhoven

Beim 26. Grenzlandschulfußballturnier der Gemeinschaftshauptschule In der Schlee in Hückelhoven waren die Jungenteams aus dem Kreis Heinsberg in der Endrunde zwar in der Mehrzahl (sechs von zehn Mannschaften), doch fünf von ­ihnen schieden bereits nach den Gruppenspielen aus.

Eine starke Vorstellung bot allein die Mannschaft der Realschule Heinsberg, die sich in der Gruppe I mit zehn Punkten und 13:5 Toren auch an die Spitze gesetzt hatte. Im Halbfinale kam aber gegen den späteren Turniersieger Gesamtschule Laurensberg das unglückliche Aus im Kampf um den Titel.

Die Heinsberger Realschüler mussten sich im Neunmeterschießen mit 3:4 geschlagen geben. Da sie auch das Neunmeterschießen um Platz drei gegen das Collegium Josefinum aus Bonn mit 2:3 verloren, blieb ihnen der vierte Rang. Dafür gab es bei der Siegerehrung einen Ball. Die Bonner hatten das Halbfinale gegen Neuwerk mit 0:2 verloren.

Das Finale zwischen den Gesamtschulteams aus Laurensberg und Neuwerk schien auch ins Entscheidungsschießen zu gehen. Favorit Neuwerk drängte, doch Laurensberg verhinderte mit guter Defensivarbeit klare Möglichkeiten und versuchte hin und wieder, selbst Akzente zu setzen.

Zwei Minuten vor Schluss traf dann der kleinste Laurensberger, Timo Kondziella, zum 1:0 für sein Team. Die Ausgleichsbemühungen der Neuwerker blieben erfolglos. Fast mit der Schlusssirene machte Timo Kondziella mit dem 2:0 alles klar.

In den Gruppenspielen hatte Laurensberg gegen Neuwerk noch mit 0:3 verloren. Daraus hatte man gelernt. „Wir haben etwas umgestellt“, verriet der Laurensberger Betreuer Andre Kropp. Zudem habe seine Mannschaft im Finale noch einmal zulegen können. Das Laurensberger Team lief in Trikots von Alemannia Aachen auf. „Wir haben eine Kooperation mit Alemannia Aachen“, sagte Kropp. Und der Siegtorschütze Timo Kondziella spielt bei Alemannia — im Jahrgang 2003.

Von einem „sehr entspannten Turnier“ sprach Mitorganisator Detlef Franz bei der Siegerehrung, die er zusammen mit „Turnierchef“ Manfred Peters vornahm. Die Laurensberger reckten den großen Wanderpokal in die Höhe.

Ein Lob bekamen die bewährten Schiedsrichter Murat Julevic und Cavit Özdal. Sie mussten am Finaltag nur eine Zeitstrafe aussprechen.

Entspannt sah auch Manfred Peters das Turnier. Die Aufgaben hinter den Kulissen waren gut verteilt, viele Helfer nahmen Peters auch jede Menge Arbeit ab. Im sportlichen Bereich hatte Peters am Finaltag festgestellt, dass die Mannschaften mit fast ausschließlich jüngeren Spielern ihre starken Leistungen aus der Vorrunde in der Endrunde nicht wiederholen konnten.

Insgesamt bezeichnete er das Turnier als gut gelungen. Im nächsten Jahr, so glaubt er, werden wieder mehr Mannschaften nach ­Hückelhoven kommen. Bei dieser 26. Auflage waren es „nur“ 48: 33 Jungen- und 15 Mädchenteams. Peters erwägt auch, den Endspieltag etwas „auszudehnen“. Denn erst während des Endspiels füllte sich die Tribüne.

(sie)