Oberbruch: In 350 Stunden Dokumente aus 75 Jahren gesichtet

Oberbruch : In 350 Stunden Dokumente aus 75 Jahren gesichtet

Schon jetzt ist sie der ganze Stolz der Gesellschaft - die 52 Seiten starke Festschrift anlässlich des 75-jährigen Bestehens der „Brööker Waaterratte”.

Über zwei Jahre hinweg wurde diese zusammengetragen durch die beiden „Schöpfer” Hanns Back und Peter Hutmacher, die sich so manche Nacht mit Fotos, Dokumenten und Schriftstücken um die Ohren geschlagen haben.

„In akribischer Kleinstarbeit haben unsere beiden Chronisten Peter Hutmacher und Hanns Back alles unter die Lupe genommen, was ihnen nach monatelanger Suche unter die Finger gekommen ist”, erzählt Waaterratten-Vorsitzender Helmut Frenken vom Eifer der beiden Festschriftverfasser.

Nach jahrelangem Forschen und Zusammentragen sämtlicher Materialien ist nun zum 75-jährigen Bestehen eine rundum gelungene Geschichtsdokumentation der „Brööker Waaterratte” in Druck gegangen, die ohne weiteres noch viele Seiten mehr zu bieten hätte.

In weit über 350 Stunden Arbeit haben die „Ahnenforscher” Hanns Back und Peter Hutmacher über 500 Fotos und Dokumente gesichtet, zugeordnet und mittels Computertechnik überarbeitet, so dass nun aus völlig vergilbten, teilweise unbrauchbaren Schätzen die Jubiläumsfestschrift entstehen konnte.

„Wir haben recherchiert, gesucht und auch gefunden”, so Hanns Back und Peter Hutmacher mit dem Bedauern, dass in den Kriegswirren nahezu alles aus der Gründungszeit und den Jahren 1927 bis 47 verloren gegangen sei.

Neben alten Fotos, auf denen sich überrascht der eine oder andere „Narr” wiedererkennen wird, beinhaltet die Festschrift ureigene Gedichte und Liedertexte der heimischen Ohrwürmer, alle Prinzenpaare sowie sämtliche Anekdötchen aus 75 Jahren Brööker Karneval.

Angefangen bei Prinz Jupp I. (Josef Caron), dem allerersten Brööker Prinzen, liefert die fünfseitige Chronik einen interessanten wie auch amüsanten Querschnitt aus dem Gesellschaftsleben. So ist zu erfahren, dass im Jahre 1967 zum vorläufig letzten Male der Rosenmontagszug durch die Brööker Straßen zog, ehe dieser Brauch erst wieder in der Session 1980/81 auflebte.

Mit Stolz berichtet die Festschrift auch über die ureigenen Komponisten und Liedermacher wie Fritz Stammen, Fritz Tanz, Fritz Kleinen, Josef Stammen und andere, die noch heute mit Ohrwürmern wie „Heut geh´n wir in die Altstadt”, „Brööker Narrenstaat” und „Mi Overbrook” in aller Munde sind.

Wissenswert ist auch, dass erstmals im Jahre 1991/92 Frauen als Mitglieder in die Gesellschaft aufgenommen wurden. Kaum einem Waaterratten-Anhänger dürfte im Laufe der Jahre auch entgangen sein, dass sich die Gesellschaft stets mit erstklassigen Tänzerinnen und Mariechen sowie Tanzgruppen schmücken durfte.

So widmet sich die Festschrift auch ganz den tänzerischen Erfolgen der Eigengewächse, die von Senioren-Tanzmariechen Saskia Krappen in „schwindelnde Höhen” geschraubt wurden. In der Session 1996/97 wurde Saskia Krappen Deutsche Meisterin in den karnevalistischen Tänzen.

Gemeinsam mit ihrem Tanzpartner Marco Schmitz setzt Saskia Krappen dem Meistererfolg das Sahnehäubchen auf und erreicht in den Sessionen 1997/98 sowie 1999/2000 im Senioren-Paartanz den Deutschen Meistertitel.

Aus über 600 erarbeiteten Seiten entstand so die 52 Seiten starke Festschrift, in der die markantesten und wichtigsten Ereignisse der mittlerweile 75 Jahre alten Gesellschaft verewigt wurden.

Schon einmal angedacht ist im „Eifer des Gefechts” die Erarbeitung und Verfassung eines Buches, dessen Veröffentlichung nicht nur für die Brööker Karnevalisten interessant sein dürfte.