Wegberg: Immer mehr kommen zum Wegberger Tisch

Wegberg : Immer mehr kommen zum Wegberger Tisch

Auch wenn einige Aussteller mit mehr gerechnet hätten, so zeigte sich Gabriela Jansen vom „Wegberger Tisch” zufrieden mit der Teilnahme am Wegberger Antoniusmarkt. Gemeinsam mit anderen ehrenamtlichen Helfern hatte sie an beiden Markttagen ein Straßencafé zwischen dem Rathaus und der Kirche St. Peter und Paul betrieben.

Im Angebot hatten sie viel Selbstgebackenes und frischen Kaffee, mit dem sie die Besucher zum Verweilen einluden. „Insgesamt haben wir an beiden Tagen rund 500 Euro eingenommen”, berichtete Jansen. Das freut sie besonders, weil es sich bei dem Betrag ausschließlich um Spenden der Besucher handelte. „Jeder gab so viel, wie ihm der Kuchen und der Kaffee wert waren.”

Sie praktizierte hier das Prinzip, das auch bei dem vom Wegberg Tisch angebotenen warmen Mahlzeiten gilt: Jeder gibt das, was er geben kann und will. Über die Resonanz war auch Doris Niemann erfreut, die viele der verteilten Kuchen selbst gebacken hatte.

Neben einem guten Stück Kuchen bekamen die Besucher auch einige Informationen über die Arbeit der Gruppe, die seit rund fünf Jahren Lebensmittel an bedürftige Personen verteilt und darüber hinaus auch mit Rat und Tat zur Seite steht, wenn es um Anträge, Behördengänge oder die Wohnungssuche geht.

„Früher ist uns oft mit Misstrauen und Unverständnis begegnet worden”, erzählte Jansen von den Anfängen. Doch inzwischen werde die Arbeit der Gruppe überwiegend positiv aufgenommen. Auch die benachbarten Aussteller waren froh, beim Tisch eine Tasse Kaffee und eine süße Stärkung zu bekommen. „Für uns hat sich der Einsatz gelohnt”, war sich Jansen sicher.

Jeder Cent des gesammeltes Geldes fließt in die Arbeit der Gruppe, die donnerstags und samstags im ehemaligen Messdienerraum an der Kirche Nahrungsmittel austeilt und zum Verweilen einlädt. Denn neben einer Tasse Kaffee bekommen die Besucher samstags auch einen Eintopf serviert. „Mit dem Nahrungsangebot bringen wir die Leute an den Tisch”, erklärt Jansen das Konzept der Arbeit.

In der Gemeinschaft reden viele erstmals über ihre Probleme, bei deren Bewältigung geholfen werden kann. v„Das positive Feedback der Wegberger zeigt uns, dass unsere Arbeit angenommen wird”, war sich Jansen sicher. In den nächsten Wochen wird die Gruppe einen Verein gründen, um die Arbeit noch besser organisieren zu können.