Hückelhoven: Im Pilotprojekt zum Abitur gedüst

Hückelhoven : Im Pilotprojekt zum Abitur gedüst

Für Walter Woltery ist das ein ganz neues Gefühl: „Zum ersten Mal sitzen Schüler und Lehrer in einem Boot.” Der Leiter des Hückelhovener Gymnasiums spricht vom 26. März. Das ist der Tag, an dem zum ersten Mal in Nordrhein-Westfalen landesweit der Startschuss zum Zentralabitur fällt.

Wie die Metallspäne auf einem Magneten wird sich an diesem Tag alles auf einen Punkt hin ausrichten - bei den Lehrern wie bei Schülern. Für 13 junge Damen und Herren ist es ganz besonders spannend.

Am 26. März beginnt für sie auch die Nagelprobe auf das Experiment, an dem sie seit dem Schuljahr 2001/2002 teilnehmen. Damals sind sie als besonders begabte Schüler in die Klasse 7c des Hückelhovener Gymnasiums eingeordnet worden und waren damit Teilnehmer an einem Pilotprojekt des Landes NRW: In nur zwölf statt der bisher üblichen 13 Jahre sollten sie all das lernen, was für die Abiturprüfung verlangt wird.

Die Schulkonferenz hatte sich damals mit nur einer Stimme Mehrheit beschlossen, sich am Gymnasium Hückelhoven auf das Experiment einzulassen. Im Sauseschritt zum Abi - ist das Projekt „Profilklasse” gelungen? „Wenn ich mir die Vornoten zum Abitur angucke, dann ist das, was ich sehe, ausgesprochen positiv”, sagt Renate Schwittlinsky. Sie ist von Beginn an Klassenlehrerin der Profilklasse.