Erkelenz/Wassenberg: Im Hotel den vielen Berufen auf der Spur

Erkelenz/Wassenberg : Im Hotel den vielen Berufen auf der Spur

„Ernährungsberatung”, ein wichtiges Fachgebiet im Hauswirtschaftsjahr an der Realschule Erkelenz, mit einem ebenso interessanten wie hilfreichen Informationsnachmittag zur Berufsfindung zu verbinden, das war das gemeinsame Anliegen der Fachlehrerein Brunhilde Dobrowolski, von Obermeister Bruno Zahren von der Fleischerinnung Heinsberg/Jülich und der „fördernden” DAK Heinsberg.

Burgbesitzer Rüdiger und Helga Soltisek, erfahrene und oft erfolgreiche Ausbilder im gehobenen Gastronomie- und Hotel-Bereich, stellten 15 Realschülerinnen der Klassen 9 und 10 „vor Ort” die drei verschiedenen Ausbildungsmöglichkeiten Koch/Köchin, Hotelfachfrau und Hotelrestaurantfachfrau vor.

Soltisek informierte umfassend über einen Beruf „Hotel im weitesten Sinne”, der kreativ ist, internationale Möglichkeiten eröffnet und darüberhinaus gerade bei Frauen auch spätere stundenweise Einsätze bietet bei großen Festivitäten.

Sprachkenntnisse sind erforderlich - zumindest gutes Englisch und auch Französisch (zum Verstehen). Die „Burg” unterhält auch seit Jahren einen laufenden Erfahrungsaustausch mit einer renommierten Hotelfachschule in Frankreich und ist auch spezialisiert auf internationale Seminare der Wirtschaft und Behörden.

In der Hotelküche stand Miriam Behrendt, eine der drei Köchinnen an der Seite von Küchenchef Michael Bausch, der Gruppe „Kochen” freundlich-informativ zur Seite bei der Zubereitung einer „Bayrischen Creme” und köstlichen „Mandelkrapfen”, die auch verspeist und als Rezept mitgenommen werden durften.

Im Bereich Hotelzimmer fanden besonders die „Hochzeits-Suite” und die „Joan Collins-Suite” mit Rundblick auf der Ruraue besondere Beachtung. Entzückt waren sämtliche junge Damen von der Wellness-Abteilung.

Auch die Historie der Burg Wassenberg mit „großen Auftritten” von Kaiser Karl V. oder Persönlichkeiten der Reformation wusste Soltisek den jungen Gästen nahe zu bringen. Über allem Interessanten aber wurde nicht ausgespart, worum es ging: Um die rechtzeitige Information und Anfrage nach Lehrstellen, die den Weg ins Leben ebnen sollen. Manchen erfahren Rat gab Rüdiger Soltisek den Schülerinnen mit auf den Weg.

Vor allem einen: „Melden Sie sich rechtzeitig bei möglichen Lehrstellen, warten Sie nicht bis kurz vor der Schulentlassung, und stellen Sie sich so gut wie möglich dar.”

Schon im Jahr vor einer Einstellung helfen 14-tägige Probe-Einsätze, aus dem Kreis der Bewerber herauszufinden, wer die notwendige Eignung für den Hotelberuf besitzt und die Chance bietet, eine Lehre auch durchzustehen. Es ist ein schöner, kreativer, aber nicht leichter Beruf, denn die Fünf-Tagewoche ist nicht starr festgelegt. Das sollte wissen, wer den Wunsch oder die Vorstellung hat, im Hotelfach seine Weg zu machen.