IHK für Sanierung und Ausbau des Straßennetzes

IHK für Sanierung und Ausbau des Straßennetzes

Kreis Heinsberg. Mehr als die Hälfte aller Landesstraßen in Nordrhein-Westfalen seien in einem schlechten bis sehr schlechten Zustand.

Schon 1998 seien mehr als die Hälfte aller Landesstraßen sanierungsbedürftig gewesen. Die Industrie- und Handelskammer Aachen beklagte jetzt, dass sich dieser Zustand nach ihren Untersuchungen in jüngster Zeit noch verschlechtert habe.

Auch in der Region Aachen seien zahlreiche Streckenabschnitte betroffen. So seien zum Beispiel die L 238 in Eschweiler, die L 106 in Mützenich beziehungsweise Konzen, die L 253 in Jülich, die L 227 als Ortsdurchfahrt Waldenrath, die L 19 im Raum Erkelenz, die L 264 zwischen Euskirchen und Frauenberg sowie die L 115 zwischen Neltersheim-Tondorf und Blankenheim-Ahrhütte in einem absolut katastrophalen Zustand.

„Die verkehrlichen Voraussetzungen für die Prosperität unserer Wirtschaftsregion sind gefährdet. Die Landesstraßen im Kammerbezirk müssen dringend saniert und ausgebaut werden”, forderte IHK-Hauptgeschäftsführer Jürgen Drewes. „Wir brauchen einen systematischen und bedarfsgerechten Ausbau der Landesstraßen, die Verdopplung der Investitionsmittel für Aus- und Neubau, die Verkürzung der Planungszeiten und eine Kontinuität in der Finanzmittelbereitstellung.”

Seit 1995 sei kein einziger Kilometer Landesstraße in NRW zusätzlich gebaut worden. die Netzlänge habe sogar von 12 655 km in 1995 auf 12 569 Kilometer in 2001 leicht abgenommen.

„Die Substanz des vorhandenen Netzes verfällt mehr und mehr. Jährlich stehen rund 48 Millionen Euro für den Erhalt des Straßennetzes zur Verfügung. Das sind gerade einmal 3,82 Euro pro Meter Landesstraße und somit viel zu wenig”, erläuterte IHK-Verkehrsreferentin Monika Frohn.