Kreis Heinsberg: IG Bau will gerade jetzt Flagge zeigen

Kreis Heinsberg : IG Bau will gerade jetzt Flagge zeigen

„Wir müssen nach außen zeigen, dass es die IG Bau noch gibt. Gerade jetzt in schwierigen Zeiten”, forderte Rudi Clemens in seiner neuen Rolle als Vorsitzender des Kreisverbandes der Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt bei einer Jubilarehrung in der Gaststätte Cüppers in Heinsberg.

Bislang hatte Rudi Clemens den Ortsverband Heinsberg geleitet. Nach dem Zusammenschluss der Ortsverbände Heinsberg, Übach-Palenberg, Erkelenz, Wegberg, Hückelhoven und Wassenberg ist Clemens nun als Kreisvorsitzender für die IG Bau aktiv. Der frühere Vorsitzende des Ortsverbandes Übach-Palenberg Fritz Feldmann, steht ihm als Stellvertreter zur Seite.

Clemens nahm wie gewohnt auch in seiner Rede vor den Jubilaren kein Blatt vor den Mund: „In Berlin hat man ein Paket geschnürt, liebe Kolleginnen und Kollegen, voll mit Sprengstoff. Dies ist millionenfach gefährlicher als jede Bombe, denn es trifft jeden, außer die oberen Zehntausend.” Gemeint war das Sparpaket der Bundesregierung.

Clemens forderte die Regierung auf, die besondere Situation älterer Arbeitnehmer in körperlich extrem belastenden Berufen - wie am Bau - zu berücksichtigen. Clemens: „Diese Beschäftigten schaffen es nicht bis zur Rente mit 67. Ihnen drohen drastische Abschläge.” Die Rente mit 67 bedeute lediglich zwei Jahre länger Hartz IV, so der Kreisvorsitzende.

Den Jubilaren der IG Bau dankte Rudi Clemens dafür, dass sie diese Bundesrepublik im wahrsten Sinne des Wortes mit aufgebaut hätten. Sie hätten als Gewerkschafter dazu beigetragen, dass eine Gesellschaftsordnung entstanden sei, so Clemens, die jedem Arbeitnehmer ein Höchstmaß an Freiheit und Schutz gewährleiste. Rudi Clemens: „Das dürfen wir nicht kampflos aufgeben.”

Besonders dankte Rudi Clemens dem 78-jährigen Egon Peper, der seit 60 Jahren in der Gewerkschaft ist. Für 50-jährige Mitgliedschaft wurden geehrt: Willi Coenen, Ute Kenter, Konrad L. Habitant, Hans Melchers, Arnold Otten und Arnold Dieter Riemenschneider; für 40-jährige Mitgliedschaft: Horst Henning, Helmut Jakobs, Valentin Müller, Heinz Nickel, Karl Heinz Schulze, Ernst Sierat, Paul Sonntag, Richard Stepprath, Heinz-Peter Vieten und Heinz-Walter Wiedenhöft; für 25-jährige Mitgliedschaft: Walter Barfknecht, Jonny Bilak, Friedrich Bockmaier, Günter Feger, Karl Heinz Heitzer, Klaus Henke, Martin Klein, Alfred Kuck, Theodora Mahmoudi, Karl-Heinz Malburg, Ralf Meessen, Dirk Christian Schneiderbek, Alfons Schnitzler, Rolf Seifert, Wilhelm von Krüchten, Gerhard Welter und Stefan Winkens.