Ideen für ein neues Stadtbild

Ideen für ein neues Stadtbild

Erkelenz (an-o) - Die Geschäfte in der Hückelhovener Innenstadt werden nicht gerade von Kauflustigen drangsaliert, die City ist unattraktiv. Auch ohne FOC soll Hückelhoven aber demnächst Fremde anziehen wie Heidelbeermarmelade einen Bienenschwarm. Das Zauberwort heißt "Stadtmarketing".

An dem Projekt - das übrigens Partei übergreifend unterstützt wird - beteiligten sich viele Bürgerinnen und Bürger mit Vorschlägen und Ideen, wie man mit wenig Aufwand, aber großer Effektivität mehr Anziehungskraft für die Stadt herstellen kann, in dem der Förderturm an Schacht III heute fast schon musealen Charakter hat. Erste Ergebnisse dieses Ideenwettbewerbs wurden Anfang April in der Aula des Gymnasiums vorgestellt. Die Präsentation gab einen Schub, die Bürger der Stadt noch mehr an dem Projekt teilnehmen zu lassen.

Das Frauenzentrum

Wie man einen Schups zum Schub umwandeln kann, haben die Frauen des ehemaligen Frauenkommunikationszentrums in Hückelhoven vorgemacht: Nachdem sie wegen der Einrichtung des Stadtbüros aus den Räumlichkeiten im Rathaus nicht ganz "Gentlemen like" heraus komplimentiert worden waren, haben sich die Damen um Jutta Schwinkendorf in den Räumlichkeiten einer ehemaligen Boutique am Ende der Parkhofstraße ein neues Domizil geschaffen. Und ihre Kräfte auch rein äußerlich noch mehr gebündelt: "Frauenzentrum für den Kreis Heinsberg" heißt die neue Anlaufstelle nun.

Dort, wo die Frauen zuvor beheimatet waren, wurde am 3. Mai das Stadtbüro Hückelhoven offiziell eröffnet. Der Marathon durch die Verwaltung soll jetzt ein Ende haben, kundenfreundliche Öffnungszeiten ebenso wie auskunftsfreudige Damen dazu beitragen, dass das Rathaus immer mehr zu dem wird, was es auch sein soll: Ein Dienstleistungszentrum für die Bürgerinnen und Bürger der Stadt. Es hat sich, das kann man schon nach den wenigen Monaten des Bestehens sagen, gut bewährt.

Baden gegangen ist die Stadt dagegen mit dem schwungvoll angegangenen Vorhaben, den Wildauer Platz mit Hilfe von Zuschüssen aus Düsseldorf zum neuen Zentrum des neuen Hückelhoven zu machen. Die Pläne waren klasse, begeisterten alle - bis auf die Besitzer des Mehrfamilienhauses, das zwecks Neugestaltung platt gemacht werden sollte. Die wussten nämlich von nichts. "Wettbewerbsvoraussetzungen nicht erfüllt, kein Zuschuss", lautete der Beschluss aus der Landeshauptstadt. Pech gehabt. Vielleicht klappts beim nächsten Mal - wenn man sich besser vorbereitet.

Das Wahlpalaver

Gut vorbereitet waren in Wassenberg alle teilnehmenden Parteien - und doch gings dort mal wieder drunter und drüber. Die CDU wollte die Kommunalwahl für ungültig erklären lassen und hatte zu diesem Behuf einen Sachverständigen ihrer Wahl bestellt. Pech nur, dass Professor Schmeken, eingetragenes CDU-Mitglied und renommierter Staatsrechtler, in seinem Gutachten nicht zu den Schlüssen kam, die die CDU in Wassenberg gerne haben wollte. Stichhaltige Gründe für eine Wiederholung der Kommunalwahl, so wie von der CDU erhofft, konnte Schmeken gutachterlich jedenfalls nicht ausmachen.

Seis drum: Der Rat beschloss mit der Mehrheit von CDU/NWI: Die Kommunalwahl ist ungültig. Der Regierungspräsident beauftragte den Landrat, gegen diesen Ratsbeschluss gerichtlich vorzugehen. Der Streit schwelt weiter...