Selfkant-Saeffelen: Hunderte alter Fotos bergen kleine Schätze

Selfkant-Saeffelen : Hunderte alter Fotos bergen kleine Schätze

Die Sebastianus-Schützenbruderschaft Saeffelen gibt als Ausrichterin des diesjährigen Dekanatsschützenfestes (6.-9. Juni) eine Ortschronik unter dem Titel „Saeffelen, Heilder, Dieck - Eine Zeitreise in Wort und Bild” heraus.

Dieses 208-seitige Werk gibt einen umfassenden Einblick in die Geschichte des Ortes und das aktuelle Geschehen. In 20 Kapiteln wird nach einem Loblied auf die Saeffelener Festtradition und einem geschichtlichen Überblick auf die Entwicklung des Ortsnamens sowie auf die Besonderheit des Angerdorfcharakters eingegangen. Das kirchliche Leben, das Ortsvereinsgeschehen und das Schulwesen sind in weiteren Kapiteln beschrieben.

Die Landwirtschaft im Wandel der Zeit wird mit konkreten Zahlen belegt. Ein Beitrag über die besondere Beziehung Saeffelens zum „Bookeskook” soll vor allem die jüngere Generation an die Bedeutung des heutigen Bookeskookordens, mit dem Persönlichkeiten des Ortes für ihre besonderen Verdienste um das Dorfleben geehrt werden, heranführen.

Der 2. Weltkrieg und seine besonderen Folgen mit der bitteren Trennung der Dorfgemeinschaft Saeffelen/Heilder im Jahr 1949 und der glücklichen „Wiedervereinigung” der beiden Orte im Jahr 1963 ist in drei gesonderten Beiträgen beschrieben. Nach einer 50-jährigen Betrachtung Saeffelens im Spiegel des Heimatkalenders folgen Heilder mit der Geschichte seiner Kapellen und den Mühlen sowie Dieck mit seinem jahrelangen Wohlstand in der Zeit der Abtrennung von Höngen. Auch die Chronik des Diecker Hofes findet ihren Platz.

Ein ganz besonderes Kapitel ist der Blütezeit des Schmuggels im Grenzdorf Saeffelen mit einigen Anekdoten zum Schmunzeln gewidmet. Die Leistung von Hand- und Spanndiensten, die in Saeffelen bis Mitte der 50er Jahre bestand, wird nochmals in Erinnerung gebracht. Das Saeffelener Bildhauerhandwerk, das Jahrzehnte weit über die Grenzen der Heimatregion bekannt und geschätzt war und seit den 70er Jahren in Heilder wieder aufblüht, sowie die fünf noch in Saeffelen bestehenden Traditionsbetriebe werden in Wort und Bild dargestellt.

Die Kapitel „Söfelder Platt”, „Söfelder Stöckskes” und „Söfelder Leedjes” sowie Zeitungsauszüge über einen Selbstmord in Saeffelen und den Diebstahl der Leiche aus dem Spritzenhaus Saeffelen im Jahre 1888 bilden den Abschluss dieses umfangreichen Werkes.

In knapp 16-monatiger Arbeit hatte das fünfköpfige Redaktionsteam mit Gerd Krekels, Wilfried Palmen, Willi Peters, Josef Vraetz und Josef Werny unter hunderten alter Fotos, die von der Ortsbevölkerung, ehemaligen Saeffelenern und aus Archiven bereitgestellt wurden, die Qual der Wahl. Dabei hatte Erich Rademacher bei vielen Hausbesuchen so manches Schätzchen ausgegraben. Alte Fotos wurden durch aktuelle Fotos aus der Hand von Gerd Krekels, der auch die Bildbearbeitung übernommen hatte, ergänzt.

Die Textbeiträge stammen aus der Feder von Willi Cleven, Josef Vraetz und Heinz Dahlmanns, der den Beitrag zum Bildhauerhandwerk beisteuerte.

Das Buch wird pünktlich zum Dekanatsschützenfest fertig gestellt und ist ab Dienstag, 3. Juni, bei folgenden Vereinsmitgliedern erhältlich: Helmut Schütz, Selfkantstraße 86, Josef Kitschen, Am Steincleef 15 a, Hubert Cleven, Breberener Straße 11, Willi Peters, Selfkantstraße 74. Außerdem montags bis freitags von 8 bis 13 Uhr bei HPZ Büroservice, Grenzstraße 33.