Hückelhoven: Hückelhovener Grüne wollen Solaranlagen

Hückelhoven : Hückelhovener Grüne wollen Solaranlagen

Die Grünen haben auf ihrer Mitgliederversammlung den amtierenden Vorstand für zwei weitere Jahre bestätigt.

Ratsfrau Brigitte Brenner erklärte in ihrem Bericht aus dem Rat, dass „das dramatische Übergewicht der CDU” in Hückelhoven die Parteien ihres Einflusses beraubt habe. Zudem laste eine „Riesenverantwortung” auf den Christdemokraten, der sie gerecht werden müssten.

Die Grünen sind mit zwei Mandaten im Stadtrat vertreten. Nur drei Stimmen hatten im vorigen Jahr bei der Wahl gefehlt, um auch den dritten Bewerber in den Rat zu bekommen. Als „bitter” bezeichnete sie den Einzug eines NPD-Kandidaten in den Rat. Angesichts der rückläufigen Wahlbeteiligung erklärte Brenner, dass „mit der Politik in Hückelhoven Menschen verloren gehen”.

In Sachen Integration hatte Brenner aber auch durchaus lobende Worte für die Verwaltung, wobei sie das „Rucksackprojekt” für Grundschulen besonders hervorhob. Dabei sollen Kinder aus Migrantenfamilien ihre Hausaufgaben sowohl in deutscher als auch in ihrer Muttersprache mit nach Hause bekommen, damit die Mütter ihnen dabei helfen können.

Lobend erwähnte sie, dass Hückelhoven die einzige Kommune im Kreis sei, die sich ohne Vorbehalt dem „Bündnis gegen Rechts” angeschlossen habe. Die Grünen fordern ein Dachflächenkataster für städtische Gebäude. Ziel ist die Installation von Solaranlagen mit Bürgerbeteiligung, wie es in Erkelenz vorangetrieben wird. Einen entsprechenden Antrag werden sie Bauausschuss einbringen.

Der Schulentwicklungsplan

Darüber hinaus fordern sie weiterhin eine Gesamtschule in Hückelhoven. Der Schulentwicklungsplan des Kreises, der am 1. Juni in der Aula vorgestellt wird, werde daher mit Spannung erwartet. Ein weiteres Ziel der Grünen ist die Errichtung einer gentechnikfreien Zone in Hückelhoven. Zu dem Thema hatte es bereits eine Informationsveranstaltung gegeben.

Laut Brenner hätten sich schon 228 Kommunen gegen die Gentechnik auf ihrem Gebiet ausgesprochen. Eine ganz praktische Idee ist die geforderte Nutzung der alten Bahntrasse entlang der L 117 für den Schwerverkehr, um die Ortsdurchfahrt Doveren zu entlasten. Auch für die Baaler hätte diese Vorgehensweise Vorteile, betonte der Vorstandssprecher Ulrich Horst. Auf Kreisebene setzen sich die Grünen für ein Sozialticket ein, das 15 Euro kosten soll und im gesamten Kreisgebiet gilt, wie Dr. Henning Herzberg betonte.

Der amtierende Vorstand wurde bestätigt. Horst Ulrich bleibt Vorstandssprecher Hans-Georg Lippert bleibt Schriftführer, seine Frau Renate Kassiererin. Brenner und Herzberg gehören dem Vorstand weiterhin als Beisitzer an. Damit ist fast die Hälfte der Hückelhovener Grünen im Vorstand vertreten.