„Howie” sagt in Heinsberg „Hello again”

„Howie” sagt in Heinsberg „Hello again”

Heinsberg. Die richtigen Howard-Carpendale-Fans, und die sind zweifelsfrei überwiegend weiblich, kannten auf dem Heinsberger Burgberg am Freitagabend nur ein Ziel: ihrem Idol möglichst nahe zu sein.

In dem Augenblick, als die Begleitband des Stars den Instrumenten die ersten Töne entlockte und die Backgroundsänger ihren Platz eingenommen hatten, stürmten sie aus allen Richtungen wie ein Insektenschwarm den freien Raum vor dem Bühnenrand und ließen den Sicherheitskräften keine Chance.

Anscheinend wollte jede den Platz direkt am Bühnenrand ergattern, um die vielleicht einen Händedruck zu erhalten, ihm ganz persönlich Blumen oder Präsent zu überreichen und die Pausen zwischen den Titeln für eine Autogrammbitte zu nutzen. Die Ehrengäste in der ersten Reihe konnten da nur noch reaktionsschnell ihre Füße in Sicherheit bringen und wie ein Großteil der rund 1600 Gäste das Treiben staunend beobachten.

Nur wenige Wochen nach dem Ende seiner großen Deutschlandtournee 20 Uhr 10 mit Auftritten in den großen Hallen von Leipzig, Köln, München, Hamburg, Dortmund und Berlin präsentierte ihn die Kreissparkasse Heinsberg in Verbindung mit der Open-Air-PS-Auslosung auf dem Heinsberger Burgberg. „Eine wirklich nette kleine Stadt” machte der Weitgereiste der Kreisstadt gleich zu Beginn ein Kompliment.

Mit Titeln aus dem neuen Album eröffnete er sein Konzert, und da durfte auch Single-Hit „Hi” nicht fehlen. In erster Linie gekommen waren die Horward-Carpendale Anhänger wohl doch, um seine alten Ohrwürmer wie „Ruf mich an”, „Samstag Nacht”, „Es geht um mehr”, „Hello Again” oder „Geh doch” zu hören, denn die ließen die Stimmung steigen. Eine Reminiszenz an Udo Jürgen war die Interpretation von „New York”. Zwei Zugaben, das „Schöne Mädchen” und „Ti amo” - dann war und blieb der Star bis zum Finale mit allen Künstlern des Abend trotz andauernder Rufe verschwunden.

Doch es gab noch viel mehr und gute Unterhaltung an diesem Abend. So die Heinsberger Band „All Ages” die für die richtige Einstimmung der Gäste sorgte, das Rurtaltrio als Moderatorenduo mit viel spontanem Wortwitz und die Stimmungsband „Hätzblatt” die die Gäste das erste Mal von den Stühlen holte.

KSK-Vorstandsvorsitzender Lothar Salentin überreichte Heinsbergers Bürgermeister Josef Offergeld einen Spendenscheck über 5000 Euro, und mit Spannung schauten die Zuschauer bei der PS-Monatsauslosung auf die von Julia Nitsche gezogenen Zahlen. Schließlich gehörte zum „Notfallpaket”, das die KSK für jeden Besucher gepackt hatte, neben einem Stuhlkissen, Regencape, Wischtuch und Kugelschreiber auch noch ein PS-Los mit der Chance auf den Maximal-Gewinn von 250.000 EUR.