Kreis Heinsberg: Hoher Kunstgenuss beim Meisterkonzert

Kreis Heinsberg : Hoher Kunstgenuss beim Meisterkonzert

Zwei Stunden mit hohem Kunstgenuss erlebten die Freunde zeitgenössischer und klassischer Musik beim zweiten VHS-Meisterkonzert in dieser Saison. Dabei zeigte sich, dass das Atrium des Cusanus-Gymnasiums in Erkelenz als Ausweich-Veranstaltungsort dem bisherigen in der Stadthalle mit einer überraschend guten Akustik in keiner Weise nachsteht.

Und wenn dann noch das Kölner Streichsextett sein Können zeigt, ist die Begeisterung bei der Zuhörerschaft eigentlich schon programmiert. Schließlich ist der in Graz geborene Ensemblegründer Demetrius Polyzoides, der in Graz und Wien Violine und Viola studierte, Konzertmeister im Bayerischen Staatsorchester München, bei den Hamburger Symphonikern und jetzt im Gürzenich-Orchester Köln, seine Ehefrau, die Violinistin Elisabeth Polyzoides-Baich Primgeigerin bei den Gürzenichern. Auch Bernhard Oll (Viola), Uta Schlichtig (Violoncello) und Brigit Heinemann (Violincello) sind kammermusikalisch und solistisch erfahrene Künstler.

Für die Region besonders interessant stand auf dem Programm auch „Vergessene Gärten” für Streichsextett, komponiert von Kurt Hopstein. Der 1934 in Köln geborene Musikerzieher, der in Köln und Wien studierte, von 1970 bis 2000 am Gymnasium in Hückelhoven tätig war, dann nach Köln zurückkehrte und sich vermehrt neuen Kompositionen zuwandte, stellte „Die vergessenen Gärten” bereits 1994 der Öffentlichkeit vor und erntete dafür viel Beifall. Nach eigenen Angaben stellt es die Summe bisheriger musikalischer Erfahrungen dar und wurde jetzt auch in Erkelenz begeistert aufgenommen. Den großen Beifall konnte der Komponist persönlich auf der Bühne im Atrium entgegennehmen.

Auch beim Streichsextett G-Dur Nr. 2 opus 36 von Johannes Brahms brillierte das Ensemble mit viel Virtuosität. Bei aller Konzentration spiegelte sich aber auf den Gesichtern und in der Gestik der Künstlerinnen und Künstler immer die Spielfreude wider, und so war der Schlussbeifall der Zuhörer mehr als verdient.