Heinsberg-Oberbruch: Hoffnung keimt bei Kuag auf

Heinsberg-Oberbruch : Hoffnung keimt bei Kuag auf

„Alle waren froh, dass vorne jemand stand, den man schon kannte. Und es keimt die Hoffnung, dass er es wieder schafft.” Kuag-Betriebsratsvorsitzender Bruno Pigorsch gibt die Stimmung wieder, die sich bei der Betriebsversammlung breitmachte.

Zu der hatte der neue und alte Insolvenzverwalter der Kuag Elana im Industriepark Oberbruch die Mitarbeiter eingeladen: 124 der noch verbliebenen 164 waren gekommen, um durch den Dürener Rechtsanwalt Jörg Zumbaum den Stand der Dinge zu erfahren.

Wie Zumbaum am Montag gegenüber unserer Zeitung bestätigte, habe er bereits Kontakt zu dem abgesprungenen Investor aufgenommen. Seine Einschätzung nach den ersten Gesprächen mit dem indischen Unternehmen Zoom: „Da sieht es im Moment gar nicht so schlecht aus!”

Und auch Carlson Private Equity wolle nach eigenem Bekunden „an einer operativen Lösung aktiv mitwirken”. Die diffusen Eigentumsverhältnisse, die mitentscheidend für einen Rückzug des Investors gewesen sind, sollen wohl beseitigt werden. „Nach den Versprechungen soll Anfang nächster Woche wieder der Status quo hergestellt sein”, ist der Insolvenzverwalter zuversichtlich.

Schon am Dienstag soll zudem über die Zukunft der Mitarbeiter verhandelt werden, die bei einer eventuellen Übernahme durch einen neuen Eigentümer ihren Job verlören. Von der Gründung einer Qualifikationsgesellschaft ist die Rede. Mit „halben Sachen” will sich Zumbaum aber nicht zufrieden geben.