Hoffen auf ein"richtiges" Museum

Hoffen auf ein"richtiges" Museum

Hilfarth (an-o/nosch) - Die Korbmacher waren einmal der wichtigste Wirtschaftsfaktor in Hilfarth. Die Zeiten sind vorbei, das alte Handwerk droht auszusterben. Aber eine Gruppe ehemaliger Korbmacher hat 1999 einen Verein gegründet, der das Handwerk im Bewusstsein halten will.

Aus alten Werkstätten, aber auch aus Privatbesitz hat man rund 80 große und kleineren Exponate zusammengetragen, die mit und um das Korbmacherhandwerk in Verbindung stehen. In einem Raum der Firma Blank an der Marienstraße wurde eine provisorische Bleibe gefunden, wo die Maschinen, Werkzeuge, die Korbprodukte, alte Fotos und andere Dokumente aufbewahrt und ausgestellt werden können.

Warten auf frischen Wind

Als Ausstellungsraum im Sinne eines kleinen Museums eignet sich der 100 Quadratmeter große Raum nicht. Ein Museum lebt auch von Besuchern - und die dürfen in größerer Zahl in den im ersten Stock liegenden Raum nicht eingelassen werden, da ein Notausgang fehlt.

Der SPD-Bundestagsabgeordnete Dr. Christoph Zöpel hat sich vor kurzem bei einem Besuch der Räumlichkeiten von den "Nöten" und den Wünschen der Mitglieder des historischen Vereins der Rurtalkorbmacher ein Bild gemacht. Die alte evangelische Schule in Hilfarth hatte man sich als geeigneten Ort für ein "richtiges" Museum ausgeguckt und sich bereits 1997 mit einem entsprechenden Antrag an die Stadt gewandt - bisher erfolglos. Jetzt hoffen die Mitglieder des Vereins, dass der Besuch des Bundestagsabgeordneten frischen Wind in ihre Bemühungen um einen geeigneten Platz für ihr Museum bringen wird.