Heinsberg: „Historische Figur” der Kreisstadt bleibt erhalten

Heinsberg : „Historische Figur” der Kreisstadt bleibt erhalten

Zu einer Informationsveranstaltung über die Fortsetzung der Stadtsanierung hatte der CDU-Ortsverband Heinsberg eingeladen. Rund 50 Interessierte kamen in die Heinsberger Begegnungsstätte.

Heinz Gerd Becke freute sich über den Zuspruch, trotz Ferienzeit und Sommerhitze. „Es ist zwar kein Vergleich zu dem Zuspruch, den wir vor einigen Jahren hatten, als es um die Sanierung der unteren und mittleren Hochstraße ging. Damals kamen 150 Interessierte in die Realschule, aber ich freue mich über ihr dennoch zahlreiches Erscheinen.”

Der Technische Beigeordnete der Stadt, Siegfried Knarren, bezeichnete die Baumaßnahmen (die HZ berichtete über die Pläne) als „konsequente Fortsetzung der Stadtsanierung”. Detailpunkte würden noch überarbeitet. Die Bauarbeiten sollen im November beginnen „und das Weihnachtsgeschäft möglichst nicht stören.”

Die Planungen hat das Stadtplanungsbüro Meyer-Brandis aus Aachen übernommen. Jochen Meyer-Brandis erläuterte, dass in der Planung die alte historische Figur der Kreisstadt erhalten werden soll.

„Sie haben den Promenadenring mit den zwei Hauptgeschäftsstraßen und den Querstraßen, die wie die Quersprossen einer Leiter wirken. Die Straßen sollen weiterhin befahrbar bleiben, die Verkehrsführung wird jedoch geändert. Hinzu kommen mehr Grünflächen und Bäume.”

Der Erfolg „Hochstraße” soll sich wiederholen

Knarren und Meyer-Brandis erläuterten die neue Verkehrsführung, die Gestaltung und bis wohin alles geplant ist. Die untere und die mittlere Hochstraße haben durch den Umbau bereits enorm gewonnen. Dies soll sich in der oberen Hochstraße, Patersgasse, Rathaus- und Apfelstraße wiederholen.

Im Publikum gab es jedoch auch kritische Stimmen. Erich Schruff beispielsweise bemängelte, dass es eine fertige Planung gebe, an der nichts mehr zu ändern sei. „Über den Umgang mit den Menschen muss man noch sprechen,” so Schruff. Zudem sollte auch die Verkehrsführung an der Kreuzung Westpromenade/Sittarder Straße überdacht werden, denn diese Kreuzung ist sehr unübersichtlich.”

Siegfried Knarren erklärte, dass der Stadtrat für die Planung zuständig sei. Weder das Stadtmarketing noch eine Bürgerversammlung. Die Rahmenplanung sei zudem seit längerer Zeit bekannt.

Wilfried Jöris und Richard Deußen bezweifelten, dass durch eine veränderte Verkehrsführung die Attraktivität der oberen Hochstraße - dort kann man nach dem Umbau von der Sittarder Straße hineinfahren - gesteigert wird. „Dort fehlen lohnende Ziele, und nur ein paar Bäume machen die Straße nicht attraktiver,” so Jöris.

Andere Gäste wollten weitere Informationen zum Wegfall von 26 Parkplätzen im Planbereich (jetzt 97, nach dem Umbau 71). Eine verträgliche und verkraftbare Reduzierung, meinte Meyer-Brandi, da es in der Nähe große Parkplätze gebe.

Die Einbahnstraßenführung sei gewählt worden, um Durchgangs- und Schleichverkehre zu vermeiden. „Der Hauptverkehr soll über die Promenaden fließen.”