Erkelenz-Lövenich: Hilfe für Christina kommt von allen Seiten

Erkelenz-Lövenich : Hilfe für Christina kommt von allen Seiten

Die 28-jährige Christina, Mutter einer siebenjährigen Tochter, ist an Akuter Myeloischer Leukämie (AML) erkrankt und braucht dringend einen Stammzellspender.

Auch Silke Boix und Werner Heinen wollen sich für Christina einsetzen. Silke kennt Christina, denn sie leben beide in Lövenich. Silke erlebte, was Christine gerade durchmacht: Sie erkrankte an Leukämie und benötigte zum Überleben einen Stammzellspender.

Jetzt, rund zwei Jahre nach der Transplantation, traf sie ihren Spender und stellte zu ihrer Überraschung fest: Er kommt ebenfalls aus Erkelenz. Silke und Werner wollen dazu beitragen, dass auch Christina einen passenden Spender findet. Werner Heinen: „Bei meinen Freunden von der Freiwilligen Feuerwehr hat die Geldsammlung schon begonnen”.

Die Interessengemeinschaft „Hilfe für krebskranke Kinder” Ophoven hat Sammlung und Aktion bereits erfolgreich abgeschlossen und will nun in Erkelenz helfen. Im Juni 2004 hatte in der Mehrzweckhalle Ophoven unter dem Motto „Hilfe für Florian und andere” eine Aktion für den 6-jährigen leukämiekranken Florian stattgefunden.

Obwohl bereits vor der Aktion ein passender Spender gefunden wurde, war sie ein großer Erfolg: Es kamen 76.514,92 Euro zusammen. 44.693,42 Euro wurden allein am Aktionstag gespendet, 1306 neue potenzielle Stammzellspender konnten aufgenommen werden.

271 neue Spender

Über die Schirmherrin der Aktion für Christina, die Kreistagsabgeordnete Edith Schaaf, hörte die Interessengemeinschaft Ophoven von dem Fall in Erkelenz und möchte ihren Überschuss von 13.557,08 Euro der geplanten Typisierungsaktion, Motto „Hilfe für Christina und andere”, zur Verfügung stellen.

Damit haben Wiljo Caron und Roland Brudermanns von der Interessengemeinschaft Ophoven und ihre Mitstreiter bereits die Neuaufnahme von 271 Spendern sichergestellt. Insgesamt liegt bisher das Geld für 362 Neuaufnahmen bereit.

Nicht jeder, der Lebensspender werden möchte und könnte, kann es sich leisten, die erforderlichen 50 Euro selber aufzubringen. Die DKMS aber ist auf die Geldspenden für die Neuaufnahme angewiesen, weil hierfür keine öffentlichen Gelder zur Verfügung stehen. Auf dieser freiwilligen Basis ist die DKMS nach einer Anschubförderung durch die Deutsche Krebshilfe und das Bundesministerium für Gesundheit zur weltweit größten Spenderdatei geworden.

In ihr sind rund 1,18 Millionen potenzielle Spender registriert, und jeden Tag geben mindestens fünf DKMS-Spender einem Patienten die Chance auf Leben. Dennoch ist der weitere Ausbau der Datei erforderlich, denn trotz der großen Zahl hilfswilliger Menschen kann für etwa jeden vierten Patienten nicht der passende Spender gefunden werden. Jeder neu Aufgenommene aber könnte die „Stecknadel im Heuhaufen” sein, nach der ein Patient wie Christina gerade dringend sucht.

So kann man sich an der Aktion beteiligen

Wer die Aktion finanziell unterstützen möchte, der kann dies mit einer Überweisung auf das Sonderkonto tun: Ob eine ganze Neuaufnahme finanziert wird, ein Teil davon oder gleich mehrere Typisierungen - jeder Euro zählt.

Das Spendenkonto:

Konto Nr. 45 54 02, Bankleitzahl: 312 512 20, Kreissparkasse Heinsberg.

Geplanter Termin für die Typisierungsaktion ist Sonntag, 14. November, in der Zeit von 11 bis 17 Uhr im Rheinischen Feuerwehr Museum Lövenich, Hauptstraße, in Erkelenz-Lövenich.