Erkelenz-Immerath: Hickhack ums Vereinsheim

Erkelenz-Immerath : Hickhack ums Vereinsheim

Diskutiert wird beim SV Immerath im Rahmen der anstehenden Umsiedlung an den Ortsrand von Kückhoven über die Zukunft eines Sport- und Jugendheimes.

Bei dem jetzigen, rund 100 Quadratmeter großen Gebäude handelt es sich um eine zweckgebundene Schenkung des Fußballverbandes Mittelrhein von 1957.

Verbunden war die Schenkung mit der Auflage, dass das Gebäude nicht zweckentfremdet genutzt werden dürfe. Der bevorstehende Abriss durch RWE Power stellt jedoch nach Ansicht des Vereins zweifelsohne eine solche Zweckentfremdung dar.

Insofern fällt das Gebäude an den Fußballverband zurück, der für die Immobilie entschädigt wird. Er würde diese Summe dem SV zur Verfügung stellen.

Auch für das Grundstück werde RWE eine Entschädigung zahlen müssen, glaubt der Verein. Nur an wen, ist die Frage. Denn über die Eigentumsverhältnisse des Grundstücks wird derzeit zwischen der Stadt Erkelenz und dem Fußballverband Mittelrhein diskutiert. Nach Auffassung des Verbandes gehört das Grundstück ihm, nach Auffassung der Verwaltung ist es städtisch.

„Wir wollen ein geeignetes Sportlerheim am neuen Standort”, unterstreicht Hans Peter Hillekamps den Standpunkt des SV. Die Stadt wolle aber den Neubau des Sportlerheims streichen.

Begründung: Die nahegelegene Turnhalle könne als Umkleidemöglichkeit der Kicker genutzt werden. Außerdem sollte in dem Gebäude ein zusätzlicher Vereinsraum für die Fußballer eingerichtet werden.

Mit dieser Lösung war der SV-Vorstand jedoch nicht einverstanden. „Die Turnhalle und die anhängenden Räume werden von vielen Vereinen intensiv genutzt”, begründet Hillekamps die Ablehnung.

Mit Blick auf die auch sportliche Expansion des SV sieht er ein eigenes Heim als adäquaten Ersatz für das derzeitige Vereinsheim an.

Die Stadt habe nach Hillekamps Aussage nichts dagegen einzuwenden. Vielmehr sei das Angebot gemacht worden, das Grundstück für einen symbolischen Preis an den Verein zu verpachten. Das Heim könne der Verein dann mit der Entschädigung, die der Fußballverband von RWE Power erhält, auf dem Grundstück errichten. Für den Unterhalt müsse der Verein dann selbst aufkommen.

Bei der Sitzung des Ausschusses schlug die Verwaltung nach wie vor für Immerath eine Sportumkleide vor. „Es sei denn, der Verein will selbst bauen. dann werden wir ihm die Entschdigungssumme überlassen.”