Wassenberg-Ophoven: Herzerfrischendes Krippenspiel auf dem Adventsmarkt

Wassenberg-Ophoven : Herzerfrischendes Krippenspiel auf dem Adventsmarkt

„Anna, das Fell!”: Oh je, der kleine Hirte hatte bei den Schafen das Fell vergessen, dass er doch dem Christkind schenken wollte. seinem goldenen Umhang verhedderte und auf seinem Allerwertesten landete.

Diese kleine Panne bei der Premiere des Krippenspiels auf dem Ophovener Adventsmarkt verzieh das Publikum genauso gerne, wie es herzlich lachte, als sich der kleine König beim Rückwärtsgehen in seinem goldenen Umhang verhedderte und auf seinem Allerwertesten landete.

Und als dann die ganze Krippenspiel-Gruppe, begleitet von Karl Kometz an der Gitarre, das Gloria anstimmte, wurde es so richtig weihnachtlich an der Ophovener Wallfahrtskirche, mehr noch, als die Kinder dann gemeinsam mit ihrem Publikum „Alle Jahre wieder” sowie „Feliz Navidad” und „Merry Christmas” sangen.

Tradition hat er mittlerweile für Besucher auch von weit her, der Markt der Interessengemeinschaft (IG) „Hilfe für krebskranke Kinder”. Sein Erlös kommt vor allem Kindern zugute, die im Aachener Klinikum behandelt werden, und das nun schon seit 20 Jahren.

Rot und Weiß

Zu ihrem runden Geburtstag hatte sich die feine hölzerne Budenstadt inmitten des kleinen Dorfes ganz besonders herausgeputzt. Holzschilder, Rot auf Weiß bemalt, stellten die eigenen Buden, deren Erlös vollständig für den guten Zweck gedacht war, noch einmal besonders heraus.

Atmosphäre oder besser noch Geburtstagsgrüße überbrachten zudem die vielen mannshohen, roten Holzkerzen zwischen den Buden.

Versierte Besucher, die wie gewohnt mit dem Park-and-ride-Service von freiwilliger Feuerwehr und Busunternehmer Kremers kostenlos mitten ins Geschehen gebracht worden waren, fanden alles wieder an seinem alten Platz, mit Ausnahme der Nikolaus-Ausstellung. Sie war in den ehemaligen Kindergarten umgezogen und präsentierte sich dieses Mal nicht nur im ewigen Eis, sondern auch in griechischem Ambiente. Neue Attraktion hier war der große Tannenbaum, der sich immer wieder selbst mit frischem Schnee in Form kleiner Styroporkügelchen versorgte, sich also sozusagen selbst „beschneite”.

Mit einem weiter vergrößerten Angebot war Fisch-Gourmet Gosch von Sylt in Ophoven zu Gast. Mehr Zelte und Strandkörbe als je zuvor luden zum Verweilen ein. Erstmals war sogar ein kleiner Fischkutter dabei, der frisch geräucherten Lachs und Aale im Angebot hatte.

Aber auch die Ophovener Spezialitäten behielten ihre Liebhaber, als da waren die riesige Kuchentheke im Festzelt, Panhas, Champignons, Spießbraten und vieles mehr. Nicht zu vergessen der Ophovener Eierlikör, der leicht gewärmt am besten mundete.

Neuigkeiten gab´s auch im Kinderprogramm, zum Beispiel mit einer Märchenerzählerin oder mit Zauberfee „Nataly”. Ganz aufgeregt war ihr junges Publikum, als Rentier Rudolph plötzlich keine rote Nase mehr hatte, sondern nur noch eine blaue, grüne, gelbe. Welch Glück, dass sie dann schließlich doch wieder rot wurde. „Es ist einfach toll, was die Ophovener immer wieder auf die Beine stellen. Und das schon seit 20 Jahren!”, lobte eine Besucherin aus Brachelen das Engagement. „Klein, natürlich, weihnachtlich”, zog ein Ehepaar aus Posterholt sein positives Resümee.

Durch Freunde aus Wildenrath war eine Frau aus Nettetal auf den Markt aufmerksam geworden. „Sehr gut” fand sie ihn. Ob sie wiederkommt? „Ja bestimmt!”, so ihre spontane Antwort. Na dann. „Auf Wiedersehen!” bei Markt Nummer 21 am 29. und 30. November 2008.