Heinsberg-Randerath: „Herbert regelt” ist ein Aktenvermerk mit Symbolkraft

Heinsberg-Randerath : „Herbert regelt” ist ein Aktenvermerk mit Symbolkraft

Als die „Experten des Alltags” umschrieb der Superintendent des Kirchenkreises Jülich, Klaus Eberl, die Aufgaben der Presbyter, die in Herbert Mäurer aus Randerath ein ehrenamtliches „Urgestein” mit 40-jährigem Presbyterjubiläum auszeichneten.

Nach dem gemeinsamen Besuch des vom Pfarrerehepaar Georg und Beate Dickmann gestalteten Gottesdienstes mit anschließendem Empfang im Randerather Gemeindezentrum gaben sich die Gratulanten die Klinke in die Hand. Presbyterjubilar Herbert Mäurer war auch über 28 Jahre hinweg Kirchmeister der evangelischen Kirchengemeinde in Randerath.

Alfred Schaaf, stellvertretender Kirchmeister, nutzte als erster Festredner die Gelegenheit und lud die Gäste auf eine Zeitreise in das Jahr 1964 ein, als Herbert Mäurer zum Presbyter gewählt wurde. Im Gegensatz zu James Bond, den damals noch Sean Connery verkörperte, brauche ein Presbyter nicht die Welt zu retten, und er habe („Gott sei Dank”) auch keine Lizenz zum Töten, aber - wie jeder evangelische Christ - habe er eine Lizenz zum Denken im Sinne Gottes und zum Handeln zum Wohle der Gemeinde.

„40 Jahre Dienst an dieser Gemeinde als Presbyter, davon 28 Jahre als Kirchmeister, das ist ein Zeitraum einer ganzen Generation, eine Ära für sich, die, zumindest hier in Randerath, von dir mitgeprägt wurde”, so Alfred Schaaf, der aus alten Protokollbüchern der Presbyteriumssitzungen den häufigen wie auch symbolhaften Satz zitierte: „Herbert regelt”. Weiterhin ging Schaaf auf die Meilensteine der Tätigkeit des Herbert Mäurer ein und verlieh diesem beim Vergleich mit dem Filmwesen einen „Oskar für dein Lebenswerk”.

Unter dem bestätigenden Beifall der Festgäste richtete auch Ortsvorsteher Heinz Franken sein Wort an den Jubilar und seine stets unterstützende Frau Elfriede Mäurer und überbrachte die Glückwünsche von Heinsbergs Bürgermeister Josef Offergeld.

„Du, lieber Herbert, hast dich stets unaufgefordert, bescheiden aber wirksam für die Belange der Kirche, aber auch für die Mitmenschen in unserem Ort und für die Vereine eingesetzt. In Randerath hast du das kulturelle Leben entscheidend mitgeprägt”, so Franken, der die geleistete Vereinsarbeit in den Vordergrund seiner Ansprache hob.

Stets habe sich der Jubilar das Wichtigste genommen, die Zeit. „Treu, zuverlässig und allzeitig tatkräftig hast du mit der Fülle von Erfahrung, Gewissenhaftigkeit und Einsatzbereitschaft im Laufe der Jahre sinnvoll, selbstlos und uneigennützig gewirkt”, so die abschließenden Dankesworte des Ortsvorstehers.