Heinsberg: Heinz Willi Rzeppa beherrscht das Spiel mit Bällen und Farben

Heinsberg : Heinz Willi Rzeppa beherrscht das Spiel mit Bällen und Farben

„Kunst und Sport geht doch”, dies sei der Wahlspruch von Heinz Willi Rzeppa, sagte Filialdirektorin Renate Beumers-Rulands in ihrer Begrüßungsrede zur Eröffnung der aktuellen Kunstausstellung in der Hauptgeschäftsstelle der Kreissparkasse in Heinsberg.

Vielen in der Region dürfte Heinz Willi Rzeppa aus dem Bereich des Sports bekannt sein. Als aktiver Fußballer und Trainer hat er sich einen Namen gemacht. Doch seine künstlerischen Wurzeln reichen ebenso lange zurück wie seine Begeisterung für den Sport.

Sein Kunstlehrer am Kreisgymnasium Heinsberg, der Maler Michel Saran, legte damals den Grundstein für Rzeppas Beschäftigung mit Malerei, Grafik und Bildhauerei. Und 1976 hatte der damals 26-jährige Rzeppa in der Galerie von Sarans Ehefrau, der Schriftstellerin Ingrid Saran, in Millen seine erste Ausstellung mit grafischen Werken.

Kunst und Sport studiert

Kunst und Sport, beides hatte Heinz Willi Rzeppa studiert, bevor er 1979 Lehrer an der Edith-Stein-Realschule in Wegberg wurde. Doch erst 1996 nahm Rzeppa seine Ausstellungstätigkeit wieder auf mit einer Präsentation seiner Grafiken in seinem Heimatort Haaren. Es folgten weitere Ausstellungen unter anderem bei der „art niederkrüchten”. Dort lernte er auch den Galeristen Manfred Jülicher kennen. Jülicher führte die vielen Vernissagebesucher, unter ihnen auch der 1. Beigeordnete Heinsbergs, Jakob Gerards, in das künstlerische Schaffen Rzeppas ein.

In der Empfangshalle der Sparkasse präsentiert Rzeppa Acrylbilder, die der Künstler selber der abstrakten Malerei zurechnet, und Skulpturen, die noch figürliche Elemente aufweisen. Manfred Jülicher erläuterte die Entwicklung des Künstlers Rzeppa. Noch vor zehn Jahren habe er sich ausschließlich mit dem Menschen und den zwischenmenschlichen Beziehungen auseinander gesetzt. Jülicher: „In den hier ausgestellten Acrylbildern zeigt der Künstler eine konsequente Entwicklung und eine nachvollziehbare neue Ausdrucksweise seiner früheren Darstellungen?”

Jülicher ging besonders auf die Bilder Nr. 14 und Nr. 4 ein; Rzeppa vergibt keine Titel. In beiden Bildern setze sich der Künstler mit interessanten, abstrahierten Formen auseinander, mit denen er durch Überschneidungen und farbliche Tiefenwirkung innerhalb jeder einzelnen Form interessante Räume schaffe, die aber immer noch einen realistischen Hintergrund vermuten ließen, „obwohl ich persönlich in allen Bildern mehr die Malerei sehe und schätze”, so Jülicher.

Musikalisch wurde die Vernissage gestaltet von Olaf Stecker am Piano und Holger Geiser, Oboe. Die Ausstellung in der Kreissparkasse in Heinsberg an der Hochstraße ist noch bis zum 30. März zu besichtigen.