Kreis Heinsberg: Heinsberger SPD diskutiert über Hartz IV

Kreis Heinsberg : Heinsberger SPD diskutiert über Hartz IV

Das „Vierte Gesetz für moderne Dienstleistungen am Arbeitsmarkt”, kurz „Hartz IV” genannt, ist vor dreieinhalb Jahren in Kraft getreten. Der SPD-Ortsverein Heinsberg nahm dies in Kooperation mit der Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratischer Frauen (ASF) zum Anlass, im Rahmen einer Mitgliederversammlung ein Fazit zu ziehen.

Eingeladen hatten die Veranstalter eine Referentin in den Liecker Hof: Dr. Gisela Notz aus Berlin. Sie war über Jahrzehnte wissenschaftliche Referentin in der Friedrich-Ebert-Stiftung und hatte zahlreiche Lehraufträge. Sie forschte zur Humanisierung des Arbeitslebens, zur alternativen Ökonomie zur sozialen Kompetenz und zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie.

Im Rahmen ihrer Ausführungen über die aktuelle Situation von Arbeitslosigkeit sowie von Mini- oder so genannten Ein-Euro-Jobs betonte die Referentin: „Was Arbeitslose wollen, ist eine Arbeit, von der sie leben können!” Und mit Blick auf die Frauen in der Gesellschaft fügte sie hinzu: „Wir haben heute die best ausgebildete Generation und Frauengeneration, und dann kann man damit nix anfangen!”

Auf die Frage, ob die schlimmsten Befürchtungen eingetroffen seien, antwortete sie mit dem Verein Tacheles, einer Selbsthilfeeinrichtung von Betroffenen. Aus der versprochenen Vereinfachung seien Behördenmonster entstanden, erklärte Notz. „Lieber gleich abschaffen”, antwortete Notz auf die Frage, ob das Gesetz nachgebessert oder lieber gleich ganz abgeschafft werden soll.