Heinsberger Land im Zeichen des Weißen Sonntags

Heinsberger Land im Zeichen des Weißen Sonntags

Heinsberger Land. Der Weiße Sonntag, der erste Sonntag nach Ostern, stand natürlich auch im Heinsberger Land ganz im Zeichen der festlichen Erstkommunion.

Der Name „Weißer Sonntag” leitet sich von den weißen Gewändern ab, die die Neugetauften in der Frühzeit des Christentums trugen.

Vielerorts traditionell am Weißen Sonntag empfangen die Kinder einer Jah
rgangsstufe, meist im Alter von neun Jahren, zum ersten Mal das eucharistische Brot.

Die so genannte Feier der Erstkommunion ist ein Fest der Gemeinde mit einem feierlichen Gottesdienst und ein Fest der Familie. Verwandte kommen zu Besuch, die Kinder erhalten Geschenke.

Früher wurde die Erstkommunion grundsätzlich am Sonntag nach Ostern gefeiert. Der Termin liegt aber inzwischen nicht mehr fest; die Feier kann auch an einem anderen Sonntag der Osterzeit stattfinden.

Früher wurde die Vorbereitung zum Empfang der ersten Heiligen Kommunion im so genannten Kommunionunterricht vom Priester vorgenommen.

In den letzten Jahren haben diese Aufgabe häufig Mütter aus der Pfarrgemeinde übernommen. Sie bereiten jeweils sechs bis zehn Kinder in der Gruppe auf die Erstkommunion vor.

Durch die Einbeziehung der Erwachsenen wird die Mitverantwortung der Gemeinde für die Weitergabe des Glaubens und die Einführung der Kinder und Jugendlichen in das Leben der Gemeinde aktualisiert.

Für die Gemeinde selbst ist die Feier der Erstkommunion ein Aufnahmeritus. Kinder werden in die Gottesdienstgemeinschaft aufgenommen. Sie nehmen nicht nur am Gottesdienst teil, sondern empfangen auch das eucharistische Brot.

Diese volle Teilnahme setzt voraus, dass die Kinder das eucharistische Brot, den Leib Christi, von anderem Brot unterscheiden können.

Am Erstkommunionstag ziehen die Kinder in einer Prozession in die festlich geschmückte Kirche ein - dieses Bild bot sich auch an diesem Sonntag wieder in Heinsberg und in vielen Orten der Umgebung.