Heinsberg: Heinsberger Kleinod wird zur „Trumpfkarte”

Heinsberg : Heinsberger Kleinod wird zur „Trumpfkarte”

Es sei „ein großer Tag für Heinsberg”, darin sind sich Bürgermeister Josef Offergeld und Propst Albert Honings einig. „Es handelt sich hierbei um die größte städtebauliche Maßnahme, die wir bisher in Angriff genommen haben.”

Noch imposanter als das Projekt Hochstraße sei die Umgestaltung des Burg- und Kirchberges, so Offergeld. Zu diesem Ergebnis sei letztlich auch die Bezirksregierung in Köln gelangt, die das Vorhaben mit einem Gesamtkostenrahmen von 2,9 Millionen Euro in seiner Gänze aus Sicht der Städtebauförderung als förderfähig anerkannt habe.

„Zu den förderfähigen Kosten in Höhe von 2,3 Millionen Euro hat die Bezirksregierung eine Zuwendung in Höhe von 80, sprich 1.847.000 Euro anerkannt, wovon bereits 724.000 Euro bewilligt worden sind.”

Noch in diesem Jahr könne nun mit den Arbeiten begonnen werden, lobt Offergeld die konstruktive Zusammenarbeit mit der Bezirksregierung. Diese trage dem Umstand Rechnung, „dass die Umgestaltung des Burg- und Kirchberges als geschichtliche Keimzelle Heinsbergs in das Bewusstsein der Bürgerinnen und Bürger gerückt wird”.

In einem ersten Bauabschnitt werden zunächst die Instandsetzung der baufälligen Festungsmauern sowie des historisch wertvollen „Himmelsgärtchens” auf dem Kirchberg durchgeführt. Gleichzeitig sollen das Umfeld der Propsteikirche und der Hang zur Erzbischof-Philipp-Straße neu gestaltet werden.

Die Umgestaltung des Burgberges erfolgt unmittelbar danach. Gerade der Burgberg mit der Ruine des Herrenhauses biete dabei eine „Trumpfkarte, die es zu ziehen gilt”, betonte schon Jochen Meyer-Brandis vom gleichnamigen Ingenieurbüro aus Aachen bei der Vorstellung des Gesamtkonzeptes im April. Gedacht war dabei an eine romantisch gelegene Freilichtbühne.

„Von der Planung bis zum heutigen Tag wurde die Kirchengemeinde St. Gangolf stets mit einbezogen. Eine sehr fruchtbare Kooperation mit der Stadt”, ist Propst Albert Honings mit dem engagierten Handeln der Verantwortlichen unter Federführung von Bürgermeister Offergeld sichtlich zufrieden.

„Ich habe den Eindruck, dass sich die Bevölkerung auf die fertigstellung freut. Das zeigte sich auch schon bei der Präsentation des Beleuchtungskonzepts. Von allen Seiten wird immer wieder betont, dass es ein kulturhistorisches Kleinod ist.”