Heinsberg nicht vereinnahmen

Heinsberg nicht vereinnahmen

Mönchengladbach / Heinsberg. „Wir müssen miteinander versuchen, in der Eigenartigkeit der Regionen zwischen Stadt und Land zusammen zu finden”, betonte der Heinsberger Regionaldekan Günter Meis bei der ersten Pressekonferenz des „völlig neuen Konstrukts Heinsberg/Mönchengladbach”.

Bei diesem Anlass wurden auch die künftigen hauptamtlichen Mitarbeiterinnen und der Mitarbeiter des Büros der Regionaldekane in Mönchengladbach an der Bettrather Straße 22 vorgestellt.

„Alles ist neu”

„Wir schwimmen noch tüchtig. Alles ist neu, und wir müssen diesem neuen Gebilde nun Inhalt geben. Noch längst nicht alle bisherigen kirchlichen Angebote sind abgedeckt.

Erst im Laufe der kommenden Monate wird sich zeigen, was möglich sein wird. Wenn einzelne Angebote nicht voll zu ersetzen sind, werden wir das kundtun.”

Regionen erhalten

Der Mönchengladbacher Regionaldekan Dr. Albert Damblon betonte, dafür kämpfen zu wollen, dass beide Regionen erhalten bleiben, auch wenn aus Sicht des Bistums diese nicht mehr so wichtig zu sein scheinen. Das sieht er jedoch anders.

Besondere Schwerpunkte werden nach dem Willen beider Verantwortlichen die Arbeit für Benachteiligte und die Jugend sein, und auch andere regionale Institutionen sollen erhalten bleiben. Die Räte dürften nicht allein gelassen werden, sie hätten bisher gute Arbeit geleistet.

Übereinstimmend wurde bekundet, dass weiterhin gelte, was die Regionalräte beschlossen hätten.

Wie das allerdings ausgefüllt werden könne, bleibe noch zu klären. Schließlich müsse geprüft werden, welche Arbeitslast bei den verbliebenen Kräften möglich sei.

Dabei gelte es, die Eigenständigkeit in der ländlichen Region zu bewahren. Keinesfalls dürfe der Eindruck entstehen, Mönchengladbach wolle die Region Heinsberg vereinnahmen.

Als erstes Ziel hat sich das Arbeitsteam vorgenommen, voneinander zu lernen und auch auf die gesellschaftlichen Veränderungen zu reagieren. Priorität habe, die ehrenamtlich tätigen Mitarbeiter weiterhin zu motivieren.

Die Dekane versicherten, dass viele bisherige Arbeiten fortgesetzt, aber auch neue kommen würden. So erklärten sie, dass beispielsweise die Caritassammlung 2005 in Heinsberg stattfinde und auch in Mönchengladbach die Nacht der offenen Kirchen fortgesetzt werde.

Während Günter Meis sich besonders traurig darüber zeigte, dass es Heinsberg als Zentrum nicht mehr gibt, betonte Albert Damblon das gute und starke Haus in Mönchengladbach, in dem für beide Regionen ein geistiges Zentrum entstehen könnte.

Ansprechpartner sind dort ab sofort als pastorale Mitarbeiterin Gabriele Eichelmann, die Jugendreferentin Ingrid Beschorner, Referent Wolfgang Huber, für die Verwaltung Brigitte Erlenkamp und Doris Geiser sowie die Dekane Dr.Albert Damblon und Günter Meis.

Haus der Regionen

Das Haus der Regionen ist unter Tel.02161/9806-11 (Gabriele Eichelmann) erreichbar. Auf dem Grundstück an der Bettrather Straße in Mönchengladbach befinden sich zahlreiche Einrichtungen des Bistums Aachen, darunter in der Hausnummer 22 auch das Haus der Region mit der bisherigen Regionalstelle Mönchengladbach, das inzwischen in Haus der Regionen mit dem Büro der Regionaldekane umbenannt worden ist.

Dr. Albert Damblon ist gleichzeitig Pfarrer der Hauptpfarre in Mönchengladbach und seit 1998 in der zweiten Wahlperiode Dekan. Seine Amtszeit währt noch drei Jahre. Günter Meis ist seit 15Jahren Dekan für die Region Heinsberg und Dienstältester. Seine Amtszeit endet endgültig im Oktober dieses Jahres, und er hofft, dass sich für ihn ein Nachfolger finden möge, um die neue Gliederung zu begleiten.

Die vereinten Regionen Heinsberg und Mönchengladbach sind mit insgesamt rund 350 000 Seelen die größte der vier verbliebenen Regionalinstitutionen im Bistum Aachen.