Heinsberg: Heinsberg: Mehr Kindergartenplätze als nötig

Heinsberg : Heinsberg: Mehr Kindergartenplätze als nötig

Für Eltern mit Kindern müsse etwas getan werden, darin sind sich alle Parteien quer durch die kommunale, Landes- oder Bundesebene einig.

Dabei ist auch an ein umfassendes Betreuungsangebot für Kinder gedacht, das es zum Beispiel Alleinerziehenden erleichtern soll, weiter im Job zu bleiben.

Im Hinblick auf die Kindergarten-Situation gibt Heinsberg da ein gutes Beispiel. Bis zu den Jahren 2005/2006 soll sich im Verhältnis zum angenommenen Bedarf eine Versorgungsquote von beinahe 120 Prozent ergeben.

„Es wird in Zukunft freie Plätze geben, und daher wird überlegt, ob es auch Angebote für Kinder unter drei Jahren geben wird”, erklärt Heinrich Aretz, Leiter des Jugendamtes, in der Sitzung des Jugendhilfeausschusses.

Ein entsprechender Bedarf soll bei den Eltern abgefragt werden. Derzeit seien 1334 Plätze in den 18 Kindergärten im Stadtgebiet belegt.

Dass sich nicht nur die Stadt selber erfolgreich um die Kinderbetreuung kümmert, belegt beispielhaft das seit 2001 existierende „SiT-Projekt” - Schüler in Tageseinrichtungen für Kinder -, das die Evangelische Kirchengemeinde Heinsberg ins Leben gerufen hat.

Durchschnittlich 20 Kinder im Alter zwischen sechs und dreizehn Jahren würden hier täglich von 13 bis 16 Uhr betreut. Nach dem gemeinsamen Mittagessen werden die Kinder ab 14 Uhr bei ihren Hausaufgaben unterstützt und beaufsichtigt.

Wer vor 16 Uhr mit seinen Hausaufgaben fertig ist, kann auch die Freizeitangebote der Einrichtung nutzen. Derzeit werden Kinder der Klassen 2 bis 7 der Oberbrucher Schulen versorgt.

Sieben sind Kinder alleinerziehender Elternteile, acht kommen aus sozialschwachen Familien und neun Kinder sind ausländischer Abstammung.

Die Arbeit, die geleistet werde, so Aretz, sei sehr erfolgreich. In der Betreuung der Kinder finde eine enge Kooperation zwischen Eltern, Schule und der Jugendeinrichtung statt. In Einzelfällen würden zudem Informationsgespräche mit dem Jugendamt geführt.

Damit das Betreuungsangebot auch für das Schuljahr 2003/2004 gesichert ist, beantragte die Evangelische Kirchengemeinde einen Zuschuss in Höhe von 10226 Euro, der durch die Mitglieder des Jugendhilfeausschusses einstimmig gewährt wurde.

Vorbehaltlich der Mitfinanzierung eines 120.000 Euro teuren Mehrzweckraumes durch das Landesjugendamt, erhält die Katholische Kirchengemeinde St. Lambertus Randerath übrigens einen Stadtzuschuss in Höhe von 27.385 Euro.

Bei dem dortigen Kindergarten handelt es sich nämlich um einen zweigruppigen Kindergarten, der in einem eingeschossigen Gebäude aus dem Jahr 1974 untergebracht ist.

Da zu dieser Zeit die Standards niedriger waren als heute, verfügen die beiden Gruppenräume nicht über Nebenräume, wie dies heute üblich ist.

Der Mehrzweckraum soll hier Abhilfe schaffen. Rund 50 der Kosten sind vom Land zu tragen und jeweils 25 von der Stadt Heinsberg und der Katholischen Kirchengemeinde.