Kreis Heinsberg: Heimische Wildbienen sind harmlos

Kreis Heinsberg : Heimische Wildbienen sind harmlos

Gelegentlich sind Bürger über bienen- und wespenähnliche Tiere beunruhigt, die an sonnigen Frühlingstagen vermehrt im Garten oder am Haus auftreten.

Die Untere Landschaftsbehörde des Kreises Heinsberg wies jetzt jedoch ausdrücklich darauf hin, dass es sich in all diesen Fällen um harmlose Wildbienen handelt, die dem Menschen niemals gefährlich werden könnten.

Alle heimischen Wildbienen unterlägen dem Artenschutz; Bekämpfungsmaßnahmen seien daher nicht zulässig und auch gar nicht erforderlich. Dazu gehörten die Hummeln, deren Völker sich zurzeit im Aufbau befänden. Wespen machten sich erst im Sommer in größerer Anzahl bemerkbar; jetzt sehe man allenfalls einzelne Königinnen, die sich nach geeigneten Nistplätzen umsehen würden.

Ausnahmsweise könne man bereits an warmen Tagen auch Kolonien von Feldwespen finden, die ihre Nester oft unter Dachpfannen anlegen würden; Stiche seien von ihnen meist nicht zu befürchten.

Bei den jetzt häufiger auftretenden Wildbienen handele es sich um solitäre (einzeln lebende) Arten, die geeignete Löcher im Boden, in Totholz, Lehmwänden, Mauerspalten oder ähnlichem als Brutkammern nutzen.

Seien solche Brutplätze jedoch in größerer Anzahl konzentriert (etwa in einer sonnigen Rasenfläche oder an einer Hauswand mit zahlreichen kleinen Löchern), so gewinne der Betrachter oft den Eindruck eines Bienenschwarmes. Bei den jetzt auftretenden Solitärbienen handele es sich überwiegend um Mauer-, Pelz- und Sandbienen.

Wer Gastgeber für Wildbienen geworden ist, kann dies nach Ansicht des Kreises als willkommene Gelegenheit zur Naturbeobachtung nutzen und sich an den fleißigen Blütenbestäubern erfreuen.