Erkelenz: Heftige Kritik am geplanten „Parkleidsystem”

Erkelenz : Heftige Kritik am geplanten „Parkleidsystem”

Eine regelrechte Debatte entbrannte bei der Sitzung des Bezirksausschusses Erkelenz Mitte erneut über das Parkleitsystem.

Ein Kritikpunkt etwa war, dass nicht alle Parkflächen im System erfasst seien. So würde der Parkplatz am Markt gänzlich fehlen, monierten Stephan Schüren, Vorsitzender des Gewerberinges, und auch Wilfried Mercks (SPD). Gerade für den Einzelhandel „sind die Parkplätze in der Innenstadt von großer Bedeutung”, betonte Schüren und regte an, diese Stellplätze doch zumindest in das statische Parkleitsystem aufzunehmen.

Christopher Moll (UWG) forderte, die Innenstadt-Parkplätze auch im dynamischen Parkleitsystem zu erfassen. Die Grünen hingegen plädierten für eine nahezu autofreie Innenstadt. Das Argument, der Einzelhandel brauche die Parkplätze, entkräfteten sie mit dem Argument: Wenn die Kunden nur wegen naher Parkmöglichkeiten in die Innenstadt kämen, dann würde wohl etwas mit dem Angebot der Geschäfte nicht stimmen.

Mercks bezeichnete das Parkleitsystem, das den Belegungsgrad der Stellflächen verbessern soll, als „Parkleidsystem”. Folgende Parkplätze gehören dazu: Dr.-Josef-Hahn-Platz (145 Stellplätze), Parkdeck Ostpromenade (118 Stellplätze), Tiefgarage Stadtpassage (91 Stellplätze), Parkplatz / Tiefgarage Kölner Str. / H.-Jansen-Weg (95 Stellplätze) und das Parkhaus Aachener Straße (127 Stellplätze). Die Kosten belaufen sich nach Angaben der Verwaltung auf rund 380.000 Euro.