Hückelhoven: Haushalt 2012: Vorhaben sollen realisiert werden

Hückelhoven : Haushalt 2012: Vorhaben sollen realisiert werden

Wenn in diesen Tagen irgendwo der Haushalt für ein Gemeinwesen eingebracht wird, dann stellt sich der unbescholtene Bürger angesichts der horrenden Schuldenzahlen, mit der er meist mehrmals am Tag konfrontiert wird, die bange Frage: Was können wir uns überhaupt noch leisten?

Hückelhovens Bürgermeister Bernd Jansen kann die Frage locker beantworten: Die Stadt Hückelhoven kann ruhigen Gewissens all das, was sie im kommenden Jahr an Vorhaben in die Tat umsetzen will, anpacken. Ohne dabei in große finanzielle Schwierigkeiten zu kommen: „Sowohl in der Vergangenheit als auch künftig wird in Hückelhoven ordentlich gewirtschaftet.

Damit kann die erfolgreiche Entwicklung unserer Stadt fortgeführt werden”, sagte Jansen, als er den Stadtverordneten den Haushalt für das Jahr 2012 vorlegte. Die werden darüber natürlich noch eingehend beraten und dann möglicherweise hier und da, je nach ihren politischen Vorstellungen, Änderungswünsche vorbringen. Die Richtungen aber, davon kann man getrost ausgehen, wird nicht grundlegend geändert. Hückelhoven ist eben nicht Rom und schon gar nicht Athen.

An erster Stelle, aus seiner Sicht deshalb wohl die wichtigste Aufgabe, die im nächsten Jahr angepackt werden soll, ist die Herstellung einer Verbindungsstraße von der Haagstraße bis zum Landabsatz. Das ist dann die schon gewünschte „Ringstraße”, auf der die Innenstadt dann umfahren werden kann. Dieses Projekt steht natürlich in enger Verbindung zum Bau des Einzelhandelszentrums Edeka/Aldi auf dem Gelände von Möbel Bitter mitten im Zentrum.

Und auch für die Erweiterung des Gebäudes am Breteuil-Platz (früher Super 2000) werden die nötigen Straßen- und Kanalbaumaßnahmen in Angriff genommen. Es geht also weiter mit der Belebung der Innenstadt. Wozu natürlich im weiteren Sinne auch der Bau der Verkaufsflächen mitsamt Erschließung von OBI und Roller auf dem Gelände von Schacht 3 Am Landabsatz gehören.

Nicht nur in der Kernstadt soll die Belebung weiter voran getrieben werden - auch in den Hückelhovener Stadtteilen will man die Nahversorgung im Besonderen und die Lebensqualität allgemein kontinuierlich weiter verbessern. So wird in Hilfarth auf dem heutigen Rasensportplatz ein Nahversorgungszentrum entstehen. Am Ortseingang auf der Breite Straße wird ein großzügiger Kreisverkehr gebaut, der die Verkehre auf der Breite Straße bremst und den Zu- und Abgangsverkehr zur Fichtenstraße verbessern wird. Das kostet rund 620.000 Euro. Im Frühjahr 2012 wird der Rasenplatz neu angelegt, im September soll darauf auch Fußball gespielt werden können. Kostenpunkt: Noch mal rund 600.000 Euro. Im Bereich der neuen Sportplätze wird auch ein Sportlerheim gebaut. Da wollen die Fußballvereine kräftig mit anpacken. Für 1,4 Millionen Euro wird überdies das Projekt „Ausbau der Goethestraße” vom kommenden Jahr an umgesetzt werden.

„Mit Ausnahme der Vergnügungssteuer sind keine Steuererhöhungen geplant”, sagte Jansen. Mehr noch: „Auch im kommenden Jahr werden wir die freiwilligen Leistungen nicht zurückfahren.” Das wird die Vereine freuen, die mit den gleichen Zuschüssen wie in diesem Jahr rechnen können.

Kämmerer Helmut Holländer untermauert das, was der Bürgermeister sagte, mit Zahlen: Mit 14,5 Millionen Euro Gewerbesteuer „erreichen wir das beste nominelle Ergebnis seit dem 2. Weltkrieg.” Und er blickt auch optimistisch über den Tellerrand: „Ein Haushaltssicherungkonzept ist nach derzeitigem Erkenntnisstand bis zum Jahr 2015 und voraussichtlich auch darüber hinaus nicht erforderlich.” Sowas hören die Damen und Herren Stadtverordnmeten gerne.