Hauch der Tour de France weht im Selfkant

Hauch der Tour de France weht im Selfkant

Kreis Heinsberg. Der Tross besteht aus über 100 Radrennprofis auf ihren Rennmaschinen, 80 Begleitfahrzeugen samt Werbekarawane sowie 50 Kradfahrern (inklusive 20niederländischen Motorradpolizisten).

Am Freitagnachmittag wird für wenige Minuten ein Hauch der Tour de France durch den Selfkant wehen.

Die unter dem Titel „Eneco-Tour” firmierende Niederlande-Rundfahrt durchquert auf der fünften und vorletzten Etappe, die über 191,6 Kilometer von Kleve nach Sittard führt, den westlichen Zipfel des Kreises Heinsberg.

Mit von der Partie sind etliche Weltklassefahrer; auch wenn Jan Ullrich (Team Bianchi) und Lance Armstrong (US Postal Service) nicht zu den Aufgeboten ihrer Mannschaften gehören.

Wie hochklassig das Rennen trotzdem besetzt ist, zeigte eindrucksvoll das Ergebnis der ersten Etappe. Da hatte in Rotterdam der Italiener Alessandro Petacchi (in diesem Jahr vierfacher Etappensieger bei der Tour de France) im Sprint die Nase vorn vor dem Deutschen Meister vom Team Telekom, Erik Zabel, und dem Australier Robbie McEwen.

Der Streckenplan sieht vor, dass die Radrennsportler am Freitag via Venlo und Roermond die hiesige Region erreichen werden. Nach der Passage von Melick (14.24 Uhr) und St. Odilienberg (14.26 Uhr) erfolgt nahe Posterholt der Wechsel von der N293 auf die N274, auf der es an Echterbosch (14.42 Uhr) vorbei nach Koningsbosch (14.44 Uhr) geht. 3,6 Kilometer später wird die niederländisch-deutsche Grenze überquert. Auf der ehemaligen Transitstraße (der heutigen L410) werden exakt 7,5 Kilometer in südlicher Richtung zurückgelegt.

Dabei sind die beiden neuen Kreisverkehre (nahe Saeffelen / Höngen und nahe Gangelt / Süsterseel), wo die Anbindung der früheren N274 an das deutsche Straßennetz erfolgt ist, markante Stellen auf der Strecke.

Kurzzeitig wird die deutsche Polizei an diesen Punkten den Autoverkehr stoppen. Um 14.59Uhr steht für die Radrennasse die nächste Grenzpassage an. In den Niederlanden sind dann noch 42 Kilometer zurückzulegen bis zur Zielankunft in Sittard (Odasingel) um 15.54Uhr.

Viele Radsportanhänger aus der Region dürften auch am Samstag in die Niederlande pilgern. Die sechste und letzte Etappe wird um 10.30Uhr im Sport- und Recreatiecentrum Glanerbrook in Geleen gestartet.

An diesem Tag steht eine Fahrt über 213,9 Kilometer kreuz und quer durch das südliche Limburg samt Abstecher ins belgische Gemmenich auf dem Programm.

Die Zielankunft in Landgraaf (Beethovensingel) ist für 15.56 Uhr geplant. Dann wird der Sieger der „Ronde van Nederland” 2003 feststehen. Er wird sich in der Ehrenliste verewigen, in der schon so klangvolle Namen wie Joop Zoetemelk, Gerrie Knetemann, Laurent Fignon und Erik Dekker zu finden sind.