Kreis Heinsberg: Hastenrather interpretieren neue Spielleutemusik in Perfektion

Kreis Heinsberg : Hastenrather interpretieren neue Spielleutemusik in Perfektion

Der Fachverband Neue Spielleutemusik mit dem Vorsitzenden Peter Knarren an der Spitze veranstaltete in Aachen-Laurensberg das schon zur Tradition gewordene Kritik- und Wertungsspiel für Spielleutevereine, das erstmals mit dem für Solisten und kleine Gruppen verschmolzen wurde.

Als erste betraten an diesem Tag Martin Tholen, Lukas Zander sowie Kevin Aufsfeld vom Trommler- und Pfeiferkorps Bocket die Bühne. Diese drei jungen Spielleute traten in der Jugendstufe mit einer Komposition von P.P.J.M Janssen an und zwangen den Wertungsrichter Rob Balfoort gleich dazu, mit 54,5 Punkten die höchste aller Tagesnoten zu vergeben. Ein erster Rang mit Auszeichnung sowie die Goldmedaille waren der Lohn für diese erstklassige Darbietung.

Sabrina Clauß vom TPK Aachen-Hörn folgte in der Unterstufe mit einem Solo von A.J. Thissen und erreichte mit 49,5 Punkten einen ersten Rang mit Gewinn der Goldmedaille.

Die Mittelstufe war fest in der Hand vom Spielmannszug der Freiwilligen Feuerwehr Stolberg. Eda Sahin, 48,5 Punkte, Felix von Amelen, 49,5 Punkte und bronzene Medaille, Dalin Sahin, 50 Punkte und silberne Medaille, Simon Engels, 52,0 Punkte und erster Rang mit Belobigung sowie Goldmedaille.

In der Oberstufe trat Dennis Fassbender vom TPK Aachen-Hörn mit einer Sonate in D-Moll an und erreichte mit 50,5 Punkten einen sehr guten ersten Rang mit Gewinn der Goldmedaille. Den Abschluss bildete ein Duo vom Spielleuteorchester Erftstadt mit Manuela Vollbach sowie Nicole Mohles. Für das Andante et Rondo erhielten sie 51,0 Punkte, einen ersten Rang mit Belobigung sowie ebenfalls die Goldmedaille.

Das Trommler- und Pfeiferkorps Aachen-Hörn, die sich als hervorragender Gastgeber erwiesen, eröffnete anschließend in der Unterstufe das Kritik- und Wertungsspiel für die Vereine und erreichten mit 49,25 Punkten einen ersten Rang. Es folgten in der Mittelstufe: Stadtpfeifer Aachen-Eilendorf, 52,25 Punkte und erster Rang mit Belobigung, TPK Wegberg-Merbeck, 48,0 Punkte und erster Rang, TPK Selfkant-Schalbruch, 49,5 Punkte und erster Rang.

Hochspannung war in der Oberstufe angesagt, trafen doch gleich drei Mitgliedsvereine aufeinander, die feine und gekonnte Spielleutemusik erwarten ließen. Das Spielleuteorchester Erftstadt zog gleich alle Register und erhielt von der Jury (Rob Balfoort und Andre Willems) mit 52,25 Punkten und einem ersten Rang mit Belobigung.

Diese Hypothek muss schwer gewogen haben, konnten doch die beiden leistungsstarken Ensembles, Spielmannszug Selfkant Havert (48,0 Punkte und erster Rang) und Trommler- und Pfeiferkorps Waldfeucht-Bocket (49,13 Punkte und erster Rang), nicht ganz die Erwartungen erfüllen, so berichtete der Verband. Der Spielmannszug der Freiwilligen Feuerwehr Stolberg als Gastverein erhielt mit 45,0 Punkten einen zweiten Rang.

In der Höchststufe waren zwei Vereine am Start, wobei das Trommler- und Pfeiferkorps Simmerath Strauch mit 48,0 Punkten einen ersten Rang erreichte. Der Abschluss war dem Deutschen Meister, das Trommler- und Pfeiferkorps aus Gangelt-Hastenrath, vorbehalten. Mit den Meisterstücken Haselrode und Impressions, beide aus der Feder von P.H. Wolters, demonstrierte das Korps unter Leitung von Jan Aalders wieder einmal, was es heißt, neue Spielleutemusik in Perfektion zu interpretieren und erhielten dafür 54,0 Punkte und einen ersten Rang mit Auszeichnung.

Die Wanderpokale gewannen: Unterstufe: Trommler- und Pfeiferkorps Aachen-Hörn, Mittelstufe: Stadtpfeifer Aachen-Eilendorf, Oberstufe: Spielleuteorchester Erftstadt, Höchststufe: Trommler- und Pfeiferkorps Hastenrath.

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