Erkelenz: Handy garantiert besseren Jugendschutz

Erkelenz : Handy garantiert besseren Jugendschutz

Seit Anfang des Jahres haben Jugendliche unter 16 Jahren beim Rauchen schlechte Karten. Denn die Tabak- und Automatenindustrie musste die Zigarettenautomaten zum 1. Januar flächendeckend mit Geldkartenlesegeräten bestücken.

Und das heißt, die rund 500.000 Zigarettenautomaten in Deutschland spucken Glimmstängel nur noch dann aus, wenn auf der Geldkarte der so genannte 16-plus-Vermerk gespeichert ist.

Das Erkelenzer Unternehmen S+M Schaltgeräteservice hat an der Technik für das neue Jugendschutzsystem bei Zigarettenautomaten mitgearbeitet. „Das derzeitige Verfahren an den Zigarettenautomaten stellt bereits einen Fortschritt dar”, erklärt Heiko Mesch, Executive Manager des Unternehmens.

Die Geldkarte fungiere als Legitimation für den Automatennutzer. Wessen Karte das gesetzlich vorgeschriebene Mindestalter aufweist, darf seine Münzen in den Automaten versenken und die Marke seiner Wahl erwerben. „Doch der Weisheit letzter Schluss ist das noch nicht”, meint der Executive Manager.

Daher gehe sein Unternehmen noch einen Schritt weiter. Um einen möglichst weitgehenden Schutz vor Missbrauch durch Unbefugte zu erreichen, arbeitet die Firma derzeit bereits an einem neuen System. Dabei stehe der „Abverkauf über ein mobiles und weit verbreitetes Zahlungsmedium” im Mittelpunkt: das Handy.

Das „Tor zur Ware”, wie er den Automaten nennt, soll sich nach Vorstellung von S+M Schaltgeräteservice künftig erst öffnen, wenn der Kunde vorher über seine kontobezogene Bankkarte eine so genannte Jugendschutz-PIN erhalten hat und diese zur Freischaltung des Automaten verwendet.