Orsbeck: Guter Zweck: „Happy Hippos” helfen Kindern

Orsbeck : Guter Zweck: „Happy Hippos” helfen Kindern

Genau 31 Jahre ist er alt, und dennoch ewig jung: der Frauenkarneval im Rurdorf. Die Generation der Enkelinnen hat endgültig die Bühne in der zwei Mal dicht besetzen „Post” erobert.

Energisch, witzig und mit eigenem Beispiel vorangehend, leitete Brigitte Kordetzki die 18 Mitwirkenden, die, ob als Einzelgängerinnen, im Doppelpack oder als Achtergruppe, Erstaunliches leisteten.

Alles war „selbst gestrickt”, witzig und stimmungsvoll und manches dem realen Leben abgeschaut. „Wir sind, wie wir sind”, der neue Schlachtruf, zeugte von gesundem Selbstbewusstsein der Damen von der Rur, die schon immer tonangebend in Sachen Karneval waren.

17 große Programmpunkte, alle sorgfältig vorbereitet und technisch gut begleitet von Udo Kordetzki und Bernd Enzenhauer, hatten es „in sich”, ließen keinen Moment langweilig werden im dicht besetzten Parkett.

Nicht wenige Damen traten gleich zwei Mal auf wie Ellen Gerighausen, Elli Dudda, Sylvia Kofferath, Iris Jansen und Dore Pfeil in ihrem Tratsch „In der Beautyfarm” oder in ihrer tollen Tanznummer „Happy Hippos”, die auch als drollige Kostümnummer mit riesigen Wasserköpfen für Aufsehen sorgte.

Auf ähnlicher Linie lagen auch die „Zwerge” mit ihren Mini-Beinchen unter Riesenköpfen oder der „Bauchtanz” der phantastisch kostümierten Haremsdamen samt Kamel. Jede einzelne Nummer verdient ein dickes Lob. Trude Schemion, der Hoppeditz der beiden Sitzungen, brillierte auch als „Blumenmann” in einem reizenden Kostüm zum schönen Song.

Alles wartete gespannt auf den Pastor in der Bütt. Sie wurden nicht enttäuscht, die Damen von der Rur. Pastor Portz hatte nicht die geringsten Hemmungen, als „Pastor mit Handy” über sein Seelenheil zu klagen, das durch diese moderne Form der medialen Kommunikation durcheinander geraten kann.

Das alles brachte Dechant Heinz Portz, der am Donnerstag „40” wird, in gekonnter Reimform vor. „Es fehlt nur noch”, meinte eine 89-jährige Karnevalistin, „dass bald per Handy die Ohrenbeichte abgenommen werden kann”.

Das Finale war ein Feuerwerk der Sonderklasse. Zuvor gab es noch Orden und Ehrenzeichen, die wirklich verdient waren.