Waldfeucht: Grünflächen und neues Bauland in Obspringen

Waldfeucht : Grünflächen und neues Bauland in Obspringen

In Obspringen entsteht neues Bauland. Die Voraussetzungen dafür schuf der Rat in seiner Sitzung am Dienstagabend mit einem einstimmigen Beschluss.

„Ausgeguckt” ist ein rund 50 Meter tiefer Streifen entlang der Alban-Philips-Straße (nordwestlich). Bisher war dieser Bereich ausgwiesen als Fläche für die Landwirtschaft sowie als Fläche für den Gemeinbedarf.

Unter letztgenanntem Aspekt war seinerzeit vorgesehen, ein Jugendheim und einen Kindergarten dort zu errichten.

Der einst vorgesehene Bedarf an Kindergartenplätzen sei nicht mehr gegeben, weil diese für das gesamte Gemeindegebiet Waldfeucht ausreichend vorhanden sind, hieß es jetzt in einer Darstellung der Lage. Rechnung getragen werden müsse den heutigen Entwicklungen. Und die besagen: Flächen für Wohnhäuser müssen her! Nach der „Umdefinierung” gelten im eingangs genannten Gebiet die Festsetzungen „allgemeines Wohngebiet” sowie „private und öffentliche Grünflächen”.

Ein eventuell geplantes Pfarr- oder Jugendheim könne im unmittelbaren Anschluss an die Sakristei errichtet werden.

Wendehammer entfällt

Im Gewerbegebiet Haaren kommt es zu einer geringfügigen Änderung. Die Planungen der Ersatzkreisstraße 5 (Haaren - Heinsberg) seien sehr konkret vorangekommen. An der Stelle, an der im Gewerbegebiet ursprünglich ein Wendehammer geplant war, soll jetzt in dessen Fortführung die Straßenanbindung erfolgen.

Das bedeutet: Der Wendehammer kommt nicht; die dafür vorgesehene Fläche kann zusätzlich gewerbliche Baufläche werden; und der zunächst vorgesehene Grünstreifen wird zur Straßenverkehrsfläche.

Allmählich eng wird es auf dem Haarener Waldfriedhof: Nur noch 12 Doppelwahlgräber beziehungsweise Reihengräber sind frei; die Ruhezeit für das nächste freiwerdende Grabfeld ist erst im Jahr 2005 abgelaufen.

In Anlehnung an die Empfehlung des Umweltschutz- und Landschaftspflegeausschusses beschloss der Rat eine Erweiterung des Friedhofes in Haaren. Eine hinter der Leichenhalle liegende 120 m lange und 25 m breite Zone, die zur Zeit mit Laubgehölzen bepflanzt ist, ist dafür vorgesehen.

Bis auf einige Einzelbäume soll zunächst die eine Hälfte der Fläche abgeholzt werden, die andere erst dann folgen, wenn der Platz benötigt wird.

Anonyme Grabfelder

Darüber hinaus soll der Friedhof Haaren ein anonymes Grabfeld und eine Urnenwand erhalten. Bedarf sei vorhanden, wenn auch in bislang geringem Ausmaß, weswegen es genüge, auf einem einzigen Friedhof in der Gemeinde diese Möglichkeit anzubieten.

Personen, die in den Alten- und Pflegeheimen im Gemeindegebiet gewohnt hätten, würden häufig auch in diesen Orten bestattet. Viele hätten aber nicht dort gewohnt, und die auswärtigen Verwandten würden sich oft nicht um die Gräber kümmern. Anonyme Bestattungen könnten das Problem „vernachlässigte Gräber” lösen.

Weiterer Ratsbeschluss: Mit einem Betrag von maximal 50000 Euro beteiligt sich die Gemeinde am Projekt „Radler- und Wanderhütten”. Vorausetzungen: Es bestehen keine baurechtlichen Einwände; Vertrag mit einem Betreiber liegt vor; Zuschüsse fließen.