Kreis Heinsberg: Grüne fordern kreisweite Bedarfsabfrage

Kreis Heinsberg : Grüne fordern kreisweite Bedarfsabfrage

Die jüngsten Zahlen der Schulstatistik im Kreis Heinsberg zeigen nach Ansicht der Grünen, „dass der Bedarf an Gesamtschulplätzen kreisweit gesehen nicht gedeckt ist”. Mehr als 200 Kinder könnten zum Beispiel im kommenden Schuljahr nicht die Schule besuchen, die ihre Eltern für sie ausgesucht hätten, nämlich die Gesamtschule Wassenberg.

Auch in anderen Kommunen sei die Nachfrage gestiegen. Die Wassenberger Landtagsabgeordnete Dr. Ruth Seidl und die Kreistagsfraktion der Grünen sehen kreisweit die Notwendigkeit, mehr Gesamtschulplätze einzurichten.

Zwar habe der Kreis mit dem Kreisgymnasium in Heinsberg eine eigene weiterführende Schule. Das Hauptproblem liege aber in der aktuellen Unterversorgung mit Gesamtschulplätzen vor allem im nördlichen Kreisgebiet. Da könne der Kreis eine Lücke schließen, indem etwa Verbünde, Kooperationen oder Dependancen mit bestehenden Gesamtschulen geschaffen würden bis hin zu der Möglichkeit, eine eigene Gesamtschule einzurichten.

„Wenn der Kreis schon Schulträger bleiben will, dann sollte das nur sein, um einen kreisweiten Bedarf zu decken, den die Kommunen scheinbar nicht decken können oder wollen”, erklärte die Sprecherin der Kreistagsfraktion, Maria Meurer. „Das Kreisgymnasium könne gegebenenfalls sehr gut von der Stadt Heinsberg weitergeführt werden, so wie andere Kommunen ebenfalls eigene Gymnasien führen.”

Deshalb fordern die Grünen jetzt, dass der Kreis schnellstmöglich die gesetzlich erforderliche Bedarfsabfrage für das Kreisgebiet mache, um Abhilfe zu schaffen.