Kreis Heinsberg: Große Zufriedenheit und gute Laune bei Kunsttour

Kreis Heinsberg : Große Zufriedenheit und gute Laune bei Kunsttour

„Ich habe überall große Zufriedenheit und ausgesprochen gute Laune verspürt, bei Künstlern, Galeristen und Kunstvereinen wie auch bei den Gästen, zu denen Jung und Alt zählten”, berichtete Patricia Mees, die Geschäftsführerin vom Heinsberger Tourist-Service (HTS), nach der Kunsttour.

Zum siebten Mal fand am Sonntag der Tag der offenen Ateliers und Galerien in der Freizeit-Region Heinsberg statt. Verlässliche Schätzungen der Besucherzahlen an den 46 Stationen waren am Montag zwar nicht möglich. Doch Patricia Mees als Koordinatorin dieses Kunstereignisses zog dennoch zufrieden Bilanz. „Ich denke, dass die Kunsttour inzwischen für viele einfach in den Kalender gehört und wir im kommenden Jahr die achte Auflage erleben werden”, hofft sie, dass angesichts des guten Events und des guten Images die Sponsoren wieder mit von der Partie sein mögen.

Wie in den Vorjahren hatten West Energie und Verkehr sowie die Sparkassen-Kunst-Stiftung den HTS unterstützt. Als Medienpartner begleitete der Zeitungsverlag Aachen die Kunsttour. Mees selbst besuchte die Künstler Gert Jäger und Uwe Pieper in Horst, Beili Zhou in Wassenberg, Thomas Jentgens in Lövenich und Dietmar Heinzel in Erkelenz, sie war aber auch in der Galerie Vorbach in Gangelt und beim Kunstverein Canthe in Ratheim zu Gast. Die erste Preisträgerin des Canthe-Förderpreises ist Bettina Müller.

In Ratheim wurde sie von Renate Schell und Gert Jäger als Vertretern von Canthe ausgezeichnet. Viele Kunstinteressenten hatten den Weg ins Alte Rathaus gefunden, worüber sich die Verantwortlichen freuten. Der Förderpreis sei geschaffen worden, um vornehmlich junge Künstler in den Mittelpunkt des Interesses zu stellen, hieß es aus berufenem Munde. Sebastian Neußer erläuterte, Canthe bemühe sich seit etwa 25 Jahren, die Kunst in der Region zu fördern. Mit dem Förderpreis solle eine Lücke geschlossen werden. Junge Künstler sollten die Gelegenheit erhalten, ihre Werke zu zeigen. Er ging auf die Exponate aller ausstellenden Künstler ein und verwies auf die Zielsetzung, im Gespräch untereinander oder mit den Künstlern Eindrücke zu vertiefen. Der Publikumspreis wird bei der Finissage am Freitag, 9.Mai, um 19 Uhr vergeben.

„Eine Frage, 13 Antworten”: So fasste in Gangelt Galerist Lutz Vorbach das Ansinnen des Ausstellungsprojekts „Sichtweisen” zusammen. 13 Künstler aus dem Kreisgebiet waren gebeten worden, das um 1900 entstandene Gemälde „Ehepaar vor dem Spiegel” des belgischen Künstlers Joseph Louis Arthur Sepulcre zu interpretieren und in ihrer jeweiligen Disziplin darzustellen. Herausgekommen sind Arbeiten in einer großen Bandbreite. Während einige dem „Original” sehr ähnlich sind, würde man andere wiederum auf den ersten Blick überhaupt nicht mit dem Spiegel-Bild in Verbindung bringen. Landrat Stephan Pusch eröffnete die noch bis zum 18. Mai laufende Ausstellung in der Galerie Vorbach. Kunsthistorikerin Gabriele Teuteberg skizzierte die kunsthistorischen Zusammenhänge und Anknüpfungspunkte der Werke.