Hückelhoven: „Goldfieber” in der ehemaligen Bergbaustadt

Hückelhoven : „Goldfieber” in der ehemaligen Bergbaustadt

Goldfieber in der ehemaligen Bergbaustadt: Wenn mans ganz genau nimmt, war es wohl doch eher Mineralienfieber, das lauter kleine Leute zur Schatzsuche auf den Schulhof an der Ludovicistraße zog.

Ausgerüstet mit Schaufeln oder auch nur mit den bloßen Händen, stürzten sie sich voller Tatendrang in den sechs Kubikmeter fassenden Sandkasten - die voluminöse Hauptattraktion des großen Kinderfestes der Mineralien- und Bergbaufreunde.

Was sie nach emsiger Buddelei mit einem zufriedenen Lächeln und leuchtenden Augen zutage förderten, waren mitunter ebenso schön strahlende Kostbarkeiten aus den Tiefen der Erdkruste.

Achate verbargen sich zum Beispiel in der feinkörnigen Masse, Quarze und Pyrit. Und das Schönste war: Die jungen Schatzsucher durften die gefundenen Mineralien behalten, um damit vielleicht sogar den „Grundstein” zu einer eigenen Sammlung zu legen.

Den Vereinsmitgliedern würde dies sicherlich gefallen, sind sie doch ebenfalls der Faszination der formschönen Edelsteine erlegen.

Nicht verschlossen blieben Schaulustigen die Türen zum kleinen, aber feinen Museum. Unter fachkundiger Leitung von Oskar Ramöller und dem Vorsitzenden der Mineralienfreunde, Matthias Schmitz, konnten sie einzigartige „Juwelen” aus nächster Nähe bestaunen, den Vitrinenzauber erleben und unter anderem so genannte „Micro Mounts”, winzig kleine Gesteinsformationen, unter die Lupe nehmen.

Gewusst wie: Erst unter dem Mikroskop wird ihre Schönheit sichtbar. Ein ganz besonderes Erlebnis stellte es mit Sicherheit auch dar, zu erleben, wie ausgewählte Exponate bei UV-Licht ihr fluoreszierendes „Gesicht” offenbaren.

Zurück zur Erdoberfläche: Findige Jungen und Mädchen hatten nach erfolgreicher Suche außerdem die Möglichkeit, ihre Mineralien per Hand zu polieren und sie damit noch ein bisschen vitrinentauglicher zu machen. Dazu brauchten sie nur eine Glasplatte als Auflage, Schleifpaste, Wasser und Pulver verschiedener Körnungen.

Ganz besonders zufrieden zeigte sich der Vorsitzende mit einer praktischen Anschaffung des Vereins. „Was sich so richtig bewährt hat, sind unsere Pavillons.”

Denn: „Da läuft uns auch bei Regen so schnell keiner weg.” Für das leibliche Wohl sorgte Grillgut aller Art. Richtig lecker seien vor allem die Steaks, war von einer bestens informierten Besucherin zu hören.