Inden/Düren: Goldener Meisterbrief für zwei Männer mit Pioniergeist

Inden/Düren : Goldener Meisterbrief für zwei Männer mit Pioniergeist

„Wer sich in der Nachkriegszeit für den Weg in die Selbstständigkeit entschied, bewies Pioniergeist“, lobte Kreishandwerksmeister Gerd Pelzer. In der Geschäftsstelle der Kreishandwerkerschaft Rureifel zeichneten Pelzer und Uwe Mahnke, der stellvertretende Obermeister der Maler- und Lackiererinnung Düren-Jülich, zwei Meister dieses Handwerks mit dem Goldenen Meisterbrief aus.

Gemeinsam drückten Konrad Kurth aus Inden und Kurt Werner aus Düren die Schulbank zur Vorbereitung auf die Meisterprüfung vor der Handwerkskammer Aachen. Die damals entstandene Freundschaft besteht noch heute, wie sich bei der Feierstunde zur Übergabe der Goldenen Meisterbriefe deutlich zeigte.

Konrad Kurth, in Obergeich geboren, wurde von einem Lehrer zum Beruf des Malers motiviert. Unmittelbar nach Kriegsende begann er die Ausbildung, arbeitete bei mehreren Firmen als Geselle und bildete sich berufsbegleitend weiter. Seit der Meisterprüfung 1966 war er bis 1997 selbstständig, unterstützt von seiner Ehefrau. Über 20 Jahre widmete sich der Malermeister, der auch als Fußballschiedsrichter und Jugendtrainer aktiv war, der Ausbildung des Nachwuchses und war auch Vorsitzender des Gesellenprüfungsausschusses. Seinen Betrieb gab er 1997 auf.

Kurt Werner aus Düren wurde der Malerberuf bereits in die Wiege gelegt. In dritter Generation führte er einen Familienbetrieb. Bevor es soweit war, standen Ausbildung und Gesellenzeit sowie ein Studium an der Höheren Fachschule für das Malerhandwerk in Stuttgart mit Diplom-Abschluss an. Als Malermeister wurde er zunächst im elterlichen Betrieb angestellt, wurde Teilhaber und vergrößerte seine Anteile, bis er nach dem Eintritt des Vaters in den Ruhestand alleiniger Inhaber des Betriebes mit zehn Mitarbeitern wurde. Im Sommer 2008 gab er den Betrieb auf.

Auch er war und ist seit 1982 in der Innung als stellvertretender Obermeister und von 1986 bis 2002 als Obermeister gefragt. Seit 2002 ist er als Ehrenobermeister noch mit Rat und Tat an den Entscheidungen der Innungsspitze beteiligt.

(fjs)