Hückelhoven: Gitarrist Yves Storms verzaubert

Hückelhoven : Gitarrist Yves Storms verzaubert

Auf einen ganzen Abend voller zarter Gitarrentöne hatten die Freunde der Kammermusik lange gewartet.

Beim 70. con-brio-Konzert in der Aula durften sie einem belgischen Meister seines Instruments lauschen.

Trotz des ungünstigen Termins war die Zuhörerschar erstaunlich groß und erfreulich jung. Im ersten Programmteil war vorwiegend höfische und volkstümliche Renaissance-Musik zu hören; der zweite war dem brasilianischen Komponisten Heitor Villa-Lobos vorbehalten.

Zur Eröffnung hatte der Gitarrist Yves Storms ein apartes Stück des Japaners Yuquijiro Yocoh gewählt: ein schlichtes Thema mit filigranen Variationen, bei denen die Klangfarben durch unterschiedliche Zupftechniken verlockend schillern durften.

Ähnliche Effekte waren bei den teils beschwingten, teils melancholischen Stücken von Komponisten der Renaissance nicht zu erwarten. Hoch konzentriert, doch auch mit sichtbarer Freude an mancher kühnen harmonischen Wendung oder einem besonders eingehendem Rhythmus interpretierte Storms die zahlreichen kleinen Fantasien, Tänze und Variationen mit geschmeidiger, warmer Tongebung.