Oberbruch: GHS Oberbruch setzt auf „Streitschlichter”

Oberbruch : GHS Oberbruch setzt auf „Streitschlichter”

A beleidigt B wiederholt in der Pause. B rastet aus und schlägt A. Das möchte A nicht auf sich beruhen lassen und geht auf B los. Ältere Schüler greifen ein und vermitteln.

So oder so ähnlich könnte sich eine Situation an der GHS Oberbruch abspielen, denn seit November 2001 gibt es dort so genannte Streitschlichter.

Schüler und Schülerinnen der Klassenstufen 9 und 10 werden von Heribert Kamps und Silke Kubaink in der Arbeitsgemeinschaft (AG) ausgebildet. Jeweils zwei Schlichter - Mediatoren - von insgesamt 13 AG-Teilnehmern stehen an einem Tag in der Woche zur Verfügung.

Das heißt: In den Pausen haben die Schüler der 5. bis 7. Klassen die Möglichkeit, bei Konflikten oder Streitigkeiten Hilfe zu bekommen. Die Mediation findet nach festen Gesprächsregeln statt, die die Schlichter erlernt und geübt haben.

Die Streitschlichtung soll dabei keine „Gerichtsverhandlung” sein, in der ein Schuldiger gesucht wird. Vielmehr geht es darum, genügend Zeit zum Erklären der Standpunkte zu geben, damit die Streitparteien im Anschluss daran gemeinsam zu einer einvernehmlichen Lösung finden. Unterstützung bekommen sie dabei vom Mediator.

Ziel ist es zu zeigen, dass Konflikte positiv ausgetragen werden können. Hierbei wünschen sich die Streitschlichter, dass alle betroffenen Schüler dieses Angebot für sich nutzen. Dazu brauchen sie auch die Unterstützung der Lehrkräfte, welche gegenüber den Schülern auf die Streitschlichtung verweisen.