Hückelhoven: Gesuchter springt vom Balkon

Hückelhoven : Gesuchter springt vom Balkon

Durch einen Sprung vom Balkon in der dritten Etage hat am Montag ein 32-Jähriger in Hückelhoven versucht, sich der Festnahme durch die Polizei zu entziehen. Er schwebt in Lebensgefahr.

Am 16. April erschien gegen 16.30 Uhr eine 31-jährige Frau auf der Polizeiwache in Hückelhoven und gab an, dass sie von ihrem 32-jährigen Freund bedroht werde. Nach einem Streit und aus Angst vor körperlicher Gewalt bat die Hückelhovenerin die Polizei um Schutz, damit sie wieder zu ihrem zweijährigen Kind in die Wohnung zurück könne.

Bei den Überprüfungen stellte sich heraus, dass der 32-Jährige nicht in der Wohnung gemeldet war und per Haftbefehl gesucht wurde. Er sollte wegen eines Betäubungsmittelvergehens eine längere Haftstrafe verbüßen.

Mehrere Kriminalbeamte fuhren daraufhin zum Haus an der Lippestraße. Nachdem die Polizisten an der Wohnung geklingelt hatten, erschien der Mann an der Tür, öffnete aber nicht. Auch nachdem die Beamten sich zu erkennen gegeben hatten, ließ er die Tür verschlossen.

Daraufhin öffneten die Polizisten gewaltsam die Eingangstür im dritten Obergeschoss, fanden den 32-Jährigen aber nicht in der Wohnung. Beim Blick vom Balkon sahen sie den Mann hinter dem Haus auf dem Rasen liegen. Offensichtlich hatte er versucht, sich durch den Sprung vom Balkon der Festnahme zu entziehen.

Die Beamten leisteten sofort Erste Hilfe und informierten den Rettungsdienst. Nach notärztlicher Versorgung wurde der 32-Jährige mit lebensgefährlichen Verletzungen ins Erkelenzer Krankenhaus gebracht. Nach weiteren Untersuchungen musste er anschließend mit einem Rettungshubschrauber in ein Klinikum verlegt werden.