Geilenkirchen-Beeck: Gestalteter Weg zu Mutter Natur spricht alle Sinne an

Geilenkirchen-Beeck : Gestalteter Weg zu Mutter Natur spricht alle Sinne an

Mit der Begehung und einer kleinen Feier für die Mitglieder der Interessengemeinschaft „Dorfverschönerung Beeck” wurde am Sonntag der vorbildliche Naturlehrpfad eingeweiht.

Mit dabei waren auch Bürger, die sich um die Gestaltung des Naturlehrpfades durch tatkräftige Mitarbeit, Beratung oder Spenden verdient gemacht haben. IG-Vorsitzender Detlef Kerseboom begrüßte die Gäste, die sich zur Wanderung eingefunden hatten, zur Fertigstellung. „Wobei der Pfad eigentlich noch nicht fertig ist”, schmunzelte Kerseboom.

Die Interessengemeinschaft wolle in den nächsten Jahren weiter fleißig an dem Naturlehrpfad arbeiten und auch das Beeckfließ integrieren mit dem Ziel, einen echten Rundgang zu schaffen. Der stellvertretende Bürgermeister der Stadt Geilenkirchen, Josef Heinrichs, sah in Beeck den schönsten Ort innerhalb der Stadt und lobte die Interessengemeinschaft und die Bürger des Golddorfes für ihr großes Engagement bei der Verschönerung des Ortes.

„Ortschaften, in denen wenig geschieht, veröden”, warnte Heinrichs. In Beeck würden die Bürger mit anpacken und sich mit ihrem Ort identifizieren. Josef Heinrichs gab die Empfehlung, ein bekanntes Volkslied umzutexten in „Kein schöner Dorf in dieser Zeit als unser Beeck gibt´s weit und breit”.

Die Beecker nahmen den Vorschlag mit Freude zur Kenntnis. Die Erkundung des Naturlehrpfades begann an der „Brune Gracht” in Höhe des Bauern- und Erzählcafés. Auf dem derzeit 1260 Meter langen Wegstück bis hin zum Backhaus hat die IG in Eigenleistung und mit Hilfe einiger Bürger insgesamt 27 Schautafeln, vier Schaukästen und ein Holz-Didaktikum aufgestellt.

Nach dem Start fällt in der Brune Gracht die erste kleine Schautafel ins Auge, die zur Betrachtung der „Gemeinen Esche” einlädt, die imposant in den Himmel ragt. Und so geht es dann weiter durch grüne Gassen zum Thelgarten (auch bekannt als Linderner Gracht) über den Räumweg entlang des Beeckfließes bis zum Gemeindeberg. Erklärungen zu Fauna und Flora gibt es an „jeder Ecke”, und hier in Beeck zeigt sich Mutter Natur ohnehin von ihrer besten Seite.

Ein Schaukasten greift das Thema „Kleines Leben in großer Vielfalt - Insekten, ein anderer „Alle Wege - viele Bäume” auf. In zwei weiteren Schaukästen sind derzeit die Bilder eines Malwettbewerbs zum Thema Natur zu besichtigen.

6000 Euro Kosten

Die Tafeln wurden von der Interessengemeinschaft erstellt, die Hinweisschilder „Naturlehrpfad” vom Bauhof der Stadt. An Materialkosten fielen insgesamt rund 6000 Euro an. „Alle Tafeln werden ständig aktualisiert, und zukünftig greifen wir auch weitere Themen auf”, erläutert Detlef Kerseboom.

Der IG-Vorsitzende freut sich über die mitwirkenden Beecker Frauen, die sich bereit erklärt haben, die Schautafeln und -kästen regelmäßig zu säubern.