Georg Fell: Der alte Standort reicht auch

Georg Fell: Der alte Standort reicht auch

Erkelenz (an-o) - Als Verantwortlicher für die Verwaltungsgemeinschaft Pauen, auf deren Grundstück an der L19 die Warengenossenschaft seit 40 Jahren ihren Standort hat, meldet Georg Fell erhebliche Bedenken an dem neu geplanten Standort für das Agrarzentrum bei Tenholt an.

Er sei, betont Fell, für den Ausbau zu einem Agrarzentrum, frage sich allerdings, warum der jetzige Standort aufgegeben werden solle. Die Verantwortlichen der Stadt Erkelenz, so Fell, müssten "unüberwindbare Hindernisse oder Auflagen eingegangen sein, den Standort (an der L19, Roermonder Straße, d.Red.) für agrarische Aktivitäten aufzugeben".

Zugeständnisse der Stadt

Den wahren Grund für die geplante Neuansiedlung der Warengenossenschaft im GIPCO-Park sieht Fell in Zugeständnissen, die die Stadt im Rahmen der Genehmigung und Förderung des GIPCO-Parkes machen musste. Und Georg Fell fragt: "Wie hoch war der Preis der Stadt, wenn tatsächlich mit dem Ausbau von GIPCO zugestanden wurde, bis auf die Erweiterung des GIPCO und die Ansiedlung am jetzt in Rede stehenden Standort Tenholt, dass alle Außenbereiche bis auf den Bestandsschutz eingefroren werden sollen?"

Fell listet die Vorteile des jetzigen Standortes des Agrarzentrums auf - und macht deutlich, dass ein neuer überflüssig ist:
"Der gewünschte Grundstücksbedarf kann allein aus dem Eigentum der Familie Pauen so abgedeckt werden, dass das Zentrum auch dreimal größer angelegt werden könnte;
der Standort ist seit bald 40 Jahren von der Genossenschaft und der Betonmischzentrale ohne irgendeine Belästigung von Anrainern oder Wohngebieten genutzt worden;
an der Kreisstraße Matzerath-Schwanenberg ist eine weitere Erschließung über einen vorhandenen Wirtschaftsweg möglich;
insbesondere in Folge des großen Wasserbedarfs für die Betonmischanlage ist ein Brunnen geteuft, der jedem Wasserbedarf gerecht wird;
die Aussage der Stadt, dass gewerbliches Gelände nur noch im GIPCO-Park oder aber im Tenholter Feld zur Verfügung ständen, entspricht insoweit nicht den Tatsachen, da noch im Jahre 2002 an zwei Stellen Gewerbegebiete zugestanden wurden, die Außenbereich sind: Neuhaus und Fläche zwischen Bahnlinie und Straße nach Neuhaus".