Hamm: Gen-Rüben auch im Kreis Heinsberg

Hamm : Gen-Rüben auch im Kreis Heinsberg

Der Erzeugerverband Bioland hat erstmals die NRW-Standorte von gentechnisch veränderten Pflanzen aus den Jahren 1997 bis 2001 veröffentlicht.

Nordrhein-Westfalen sei mit sieben Standorten bei Gen-Raps in den Kreisen Unna, Lippe, Paderborn und dem Hochsauerland betroffen, erklärte der Landesvorsitzende Heinz-Josef Thunecke am Donnerstag in Hamm.

Gen-Zuckerrüben seien an vier Standorten in Köln, Lippe, im Erftkreis und Kreis Heinsberg angebaut worden. Bundesweit sei von 1997 bis 2001 an 12 bis 20 Standorten pro Jahr der Anbau von gentechnisch verändertem Raps geprüft worden.

Das Bundeslandwirtschaftsministerium und Bundessortenamt hätten auf mehrmalige Anfrage der Grünen die Daten von 1997 bis 2001 freigegeben, erklärte Thunecke. Jedoch seien nur Gemarkungen, keine genauen Flurstücke aus der Zeit genannt worden. Der Bund führe erst seit 2005 ein flurstückgenaues Standortregister genmanipulierter Pflanzen.

Thunecke forderte von der NRW-Landesregierung eine genaue Offenlegung aller Standorte vor 2005 für Gen-Raps und Gen-Zuckerrüben. Die Landwirte in Nordrhein-Westfalen seien verunsichert über das „erschreckende Ausmaß der Sortenprüfung mit Gentech-Pflanzen”

Ende der 1990er Jahre, erklärte der Landesvorsitzende. Es müsse geklärt werden, ob von den zuständigen Bundes- und Landesbehörden seinerzeit entsprechende Sicherheitsmaßnahmen getroffen wurden. Besonders beim Raps lauerten bis heute Gefahren, da sich die Pflanze leicht ausbreite und die Samen über Jahre im Boden überdauerten.