Heinsberg: „Gemeinsamkeit” bleibt nur ein leeres Wort

Heinsberg : „Gemeinsamkeit” bleibt nur ein leeres Wort

„Wir hatten uns das Wort Gemeinsamkeit auf die Fahne geschrieben. Denn ein Stadtsportverband ist dazu da, gemeinsam mit den Sportvereinen der Stadt zu arbeiten. Leider hat sich in diesem Bereich nicht viel getan”, sagte Willi Engels, alter und neuer Vorsitzender des Stadtsportverbandes Heinsberg.

In der Gaststätte Cüppers trafen sich die Vertreter des Stadtsportverbandes Heinsberg zur Mitgliederversammlung.

Willi Engels beklagte ferner das „Einschlafen” der Begegnungen von Sportvereinen und Schulen mit der Heinsberger Partnerstadt Ozimek. „Ob hier noch mal was geht?”, fragte Engels mit tief enttäuschter Stimme.

Ein Traum für den Vorstand bleibt weiterhin die Vision, eine Heinsberger „Sportschau” mit möglichst allen Sportvereinen durchzuführen. „Auch hier möchte ich die Hoffnung noch nicht endgültig zu Grabe tragen”, so Engels.

Eine Mitteilung des Vorsitzenden ließ die Vereinsvertreter aufhorchen. „Der Rotstift-Hammer kommt. Im Gespräch ist eine Kürzung von Zuschüssen um sage und schreibe 58 Prozent für Projekte. Da kann man nur sagen: Projekte ade”, ließ Engels sichtlich verärgert wissen.

Und der Vorsitzende sah auch in Sachen Nachwuchs Probleme aufkommen, die von der Landesregierung noch geschürt würden.

„Da wird ein Großprojekt mit 300 ausgesuchten Schulen landesweit gestartet. Die offene Ganztagsschule soll gefördert werden. Die Kinder, die auf dem Lande wohnen, kämen dann erst ganz spät am Nachmittag nach Hause. Haben diese Kinder dann noch Lust auf Training und Verein? Ist dies der Untergang vom Vereinsleben?”, stellte Engels fragend in den Raum.

Er sah vielleicht dennoch eine Chance für die Vereine, falls diese sich in die Nachmittagsbetreuung mit einschalteten und die sportliche Betreuung nicht anderen überließen.

In den nächsten Wochen stehen noch einige Großveranstaltungen an. Da wäre unter anderem ein „Walking-Kurs” am 14. und 15. Juni; zusammen mit dem TuS Porselen bietet der Stadtsportbund in der Sporthalle des TuS einen Ausbildungslehrgang an.

Ferner wird die Vereinsberatung groß geschrieben. In Sachen Gesundheitssport möchte der Stadtsportbund ebenfalls aktiv werden.