Gemeinde dankte mit Beifall

Gemeinde dankte mit Beifall

Granterath (an-o) - Nach 30-jähriger Tätigkeit als Küsterin an St. Michael trat Christel Gaßmann (77) am 31. Juli in den verdienten Ruhestand. Ihre Aufgabe übernahm Josefine Pflipsen.

Ehemann Michael Gaßmann (83) hatte 45 Jahre und sieben Monate den Dienst als Organist und Chorleiter ausgeübt und legte seine Arbeit Ende Februar in die jüngeren Hände von Jürgen Pelz. Weil die Eheleute Gaßmann krank waren, fand die Abschiedsfeier erst gestern beim Festgottesdienst statt. Die eigens für diesen Tag prächtig mit Blumen ausgeschmückte Kirche war ein äußeres Zeichen des Dankes der Pfarrgemeinde.

Pfarrer Günter Salentin bezeichnete den Kirchenraum als zweites Wohnzimmer von Christel Gaßmann, die mit viel Liebe, Geduld sowie viel Zeit und Verständnis für die Messdiener ein ruhender Pol war. Maria Jansen, die Vorsitzende des Pfarrgemeinderates, bezeichnete sie in der Laudatio als außergewöhnlich und einmalig im Pfarrleben. Applaus im sonst ruhigen Kirchenraum drückte die Verbundenheit der Pfarrangehörigen ein. Für den musikalischen Rahmen sorgten der Kirchenchor Granterath/Tenholt und der im Aufbau begriffene Singkreis.

Übergang erleichtert

Bewegt bedankte sich Christel Gaßmann am Schluss des Gottesdienst bei allen, die ihr und ihrem Mann mit dieser Feier den Übergang in den Ruhestand erleichtert haben.

"Dienet dem Herrn mit Freude, kommt vor sein Angesicht mit Frohlocken." Dieser Spruch auf der Einladung zum silbernen Jubiläum drückte damals das besondere Verhältnis der ausgebildeten Kontoristin und Küsterin Christel Gaßmann zum Dienst an der Kirche aus. Das Amt übernahm sie 1972 von ihrem Ehemann, der danach als Organist und Chorleiter weiter tätig war.
Wer je die Granterather Pfarrkirche betrat, spürte die Atmosphäre, die von Christel Gaßmann immer neu geschaffen wurde. Als Mensch der Gemeinschaft wirkte sie im Pfarrgemeinderat sowie in der Frauengemeinschaft mit und stieg bis zum 70. Lebensjahr bei den Karnevalssitzungen der Frauengemeinschaft in die närrische Bütt.