Hückelhoven: Geige, Klavier und Cello im Zusammenspiel

Hückelhoven : Geige, Klavier und Cello im Zusammenspiel

Wenn man sie gehört hat, versteht man, warum sie zu den besten aktuellen Klaviertrios gehören: Der dänische Pianist Martin Quist Hansen, der schwedische Geiger Erik Heide und der norwegische Cellist Jonathan Slaatto.

Auf Einladung von con brio, den Freunden der Kammermusik Hückelhoven, gastierten die drei Skandinavier vom 1999 gegründeten Trio Ondine in der Aula des Gymnasiums. Reihenweise haben die Drei nationale und internationale Preise bekommen, waren auf vielen Festivals und in großen europäischen Rundfunkanstalten zu hören, aber es war nichts von Starallüren zu spüren.

Das Eröffnungsstück war eine Verbeugung vor dem zeitgenössischen dänischen Komponisten Andres Nordentoft (geb. 1957), dessen Musik mit seinen Dissonanzen und ungewohnten Klangfolgen manchem Ohr etwas befremdlich klingen mochte, die aber dennoch anrührend die Geschichte der Prinzessin Dorotine erzählte.

Während das Cello den Part der entführten Königstochter übernahm, beschrieben Geige und Klavier äußerst farbig all das Ungemach, das ihr passierte. Nach der Pause dann der unbestrittene Höhepunkt, das Trio C-Dur op. 87 von Johannes Brahms (1633-1897), bei dem jeder der drei Musiker seine individuelle Virtuosität entfalten als sich auch in den Dienst der gemeinsamen Sache stellen konnte.

Reich an unterschiedlichen Variationen, wechselnd zwischen Dur und Moll, mit Anklängen an das ungarische Volkslied (womit eine Brücke geschlagen wurde zu Haydn), mal wehmütig, mal hymnisch, den Schalk im Nacken und spöttisch, voll Tiefsinn und geistreichem Übermut - so sprach der große Meister aus dem Norden viele Nuancen des menschlichen Lebens an.