Selfkant/Waldfeucht: Gehen „am Stock” fördert körperliche Fitness

Selfkant/Waldfeucht : Gehen „am Stock” fördert körperliche Fitness

Für alle, die sich für das neue Jahr mehr Bewegung und Abnehmen vorgenommen haben, gibt es auch auf Kreisebene eine immer beliebtere Freizeit- und Gesundheitssportart.

Nordic Walking, von den Krankenkassen als eine Gelenk schonende Alternative zum Joggen empfohlen, verbindet Spaß und Gesundheitsvorsorge.

Mit dem 1. Grenzüberschreitenden Nordic Walking-Tag in Waldfeucht und Selfkant und der Beteiligung am Westzipfellauf im Frühjahr 2005 soll das Laufen an Stöcken noch bekannter gemacht und ins Blickfeld der Öffentlichkeit gerückt werden.

Initiatoren sind Mitglieder aus den Reihen der Nordic Walking-Gruppen, die unter der Leitung der Physiotherapeuten Paul Zaunbrecher (Haaren) sowie Giso Harrer (Selfkant) und seiner Frau vor etwa einem Jahr die Freude an dieser Sportart entdeckten. Zwischen März und Oktober treffen sie sich regelmäßig alle 14 Tage jeweils in Haaren und Höngen und laufen eine Strecke von sechs bis sieben Kilometer.

Mit ihren Stöcken wirken sie auf einige zunächst etwas merkwürdig und erinnern an Ski-Langläufer. Bevor es los geht, wird mit theoretischen Unterrichtseinheiten über das optimale Gangbild und über die vielen unterschiedlichen Trainingseffekte informiert.

Dazu gehören die Kräftigung der Arm- und Beinmuskulatur, die Stabilisierung von Rumpf, Becken und Wirbelsäule, das Lösen von Muskelverspannungen von Nacken, Schulter und Lendenwirbelsäule sowie die Senkung des Blutdrucks. Mit Blick auf die bei vielen üblichen guten Vorsätze zum neuen Jahr sind auch die Abnehmeffekte interessant.

„Abnehmen ohne Schnaufen!”, lautet unser Motto, empfehlen Giso Harrer und Paul Zaunbrecher Nordic Walking mit der Beanspruchung von 85 Prozent der Muskeln auch zur Verbesserung des Energieumsatzes mit höherem Kalorienverbrauch. Paul Zaunbrecher verweist auf Erkenntnisse der Weltgesundheitsorganisation (WHO), wonach Nordic Walking „zu den wenigen wirklich gesundheitsfördernden Sportarten gehört”.

Es entstünden keine schädigenden Nebeneffekte wie etwa beim Joggen oder gar bei unfallträchtigen Sportarten wie Skifahren. Dies werde auch von den Krankenkassen bestätigt, die folglich auch in Zeiten ansonsten üblicher Kürzungen bis zu 80 Prozent der Kosten für Kurse unter fachkundiger Leitung übernähmen.

Der Nordic Walking-Tag soll auch zur Information zukünftiger Läufer dienen. Angedacht dazu sind Infostände und Gespräche in Zusammenarbeit mit einer Krankenkasse. Die Bürgermeister von Waldfeucht und Selfkant hätten bereits ihre grundsätzliche Unterstützung für das Projekt zugesagt.

„Nordic Walking ist ein bedeutender Beitrag zur Gesundheitsförderung und trägt somit auch schon mittelfristig zur Entlastung der Kosten im Gesundheitswesen bei”, meinen Paul Zaunbrecher und Giso Harrer.

„Dies tun auch die elfjährige Charlotte und ihre 70-jährige Oma”, spricht Giso Harrer von einer generationsübergreifenden Sportart, die jeder auch nach seinem ganz persönlichen Leistungsvermögen ausüben könne. Dazu gehören Erläuterungen, was mit dem Körper passiert, Puls messen, das Erlernen der Lauftechnik und die Beobachtung und Korrektur des eigenen Gangbildes mit Hilfe von Videoaufzeichnungen.

Schon vor Beginn der Frühjahrssaison werden Schnupperkurse nach Terminvereinbarung und spezielle Krankenkassenkurse in Haaren (Start: 5. und 9. Januar, jeweils um 19 Uhr) angeboten. In Höngen sind die Januar-Kurse bereits ausgebucht.

Informationen und Anmeldungen in Haaren unter 02452/87374, e-mail: mailto:info@praxen-zaunbrecher.de; in Selfkant unter 02456/504005, 02456/3264, e-mail: mailto:giso.harrer@t-online.de