Wassenberg: Gegenseitige Hilfe fördert eigene Kräfte

Wassenberg : Gegenseitige Hilfe fördert eigene Kräfte

„Wir wollen Ihnen zeigen und deutlich machen, dass Sie nicht allein sind. Unser Motto: Eine Minute Lachen ist wie 45 Minuten Entspannung, gilt heute noch wie vor 20 Jahren bei der Gründung der Selbsthilfegruppe für an Krebs erkrankte Personen Wassenberg.”

Zu diesem 20-jährigen Bestehen hatte Elisabeth Kutz aus Myhl, auch heute noch die „Seele” dieser sich personell verändernden Gruppe, die heutigen Mitglieder, deren Ehegatten und eine Reihe wichtiger Persönlichkeiten aus dem Kreisgebiet eingeladen.

Es wurde ein besinnlich-heiterer Abend, zu dem die Mandolinenspielschar Myhl einen wichtigen Beitrag leistete. Ein köstliches Essen trug nicht weniger zur guten Stimmung bei.

Die Harmonie innerhalb der Gruppe sprach für die Gewissheit, dass gegenseitige Hilfe in dieser Lebenslage das beste Mittel ist, die eigenen Kräfte zu aktivieren.

Bürgermeister Manfred Erdweg als Schirmherr des Jubiläums sprach auf Wunsch von Elisabeth Kutz vor allem über das „Ehrenamt” und die Hilfe für den Nächsten, ohne die eine soziale Gemeinschaft nicht funktionieren könne.

So sehr sich der Schirmherr auch bemühte, die Linie „Ehrenamt” einzuhalten: Jeder in der Begegnungsstätte wusste, wen er meinte, und dass hinter dem Wort „Ehrenamt” eine Persönlichkeit stecken muss, die Verantwortungsbewusstsein und Einsatzbereitschaft vorlebt.

Die Anerkennung für Elisabeth Kutz und ihre Mitstreiterinnen kam aus vollem Herzen.

Besonderer Dank galt auch Obermedizinalrätin Dr. med. Kornelia Groschopp vom Kreisgesundheitsamt Heinsberg und Frau Ebel von der Krebsberatungsstelle Aachen, die von Beginn an die Selbsthilfegruppe unterstützten.

Herzlicher Dank galt auch den Mitarbeitern der AOK Heinsberg, die durch Klaus Poschen vertreten waren, und den Mitarbeiterinnen der Pflegestationen. Bernd Schumacher übermittelte den Dank von Landrat Karl Gruber und des Kreistages.

Wilfried Merks als stellvertretender Vorsitzender des Kreisverbandes Heinsberg des Deutschen Paritätischen Wohlfahrtsverbandes unterstrich ebenfalls die wichtige Aufgabe der Selbsthilfegruppe. Die Glückwünsche der Pfarreien überbrachte Diakon Dieter Gerhards.

Dr. Kornelia Groschopp nahm das Zusammensein zum Anlass, über die besondere Situation zu sprechen, die durch die Diagnose Krebs in vielen Familien gegeben sei.

Viele Fortschritte in der Behandlung und Betreuung eröffneten auch neue Wege, dem Erkrankten zu helfen. Wichtig sei aber das positive Denken und das Wissen um seelische Stützen und Hilfen.

Dr. Groschopp bedankte sich bei Elisabeth Kutz für ein selbstloses Wirken als Gruppenleiterin der Selbsthilfegruppe Wassenberg, die auch die Bereiche Heinsberg und Waldfeucht umfasst.

Elisabeth Kutz, die den schönen Abend vorbereitet hatte, gab diesen Dank weiter an alle Mitstreiterinnen.