Erkelenz: Gedenken an die Opfer der Pogrome

Erkelenz : Gedenken an die Opfer der Pogrome

Den Opfern des Holocausts wird in Erkelenz mit einer „Route gegen das Vergessen” gedacht.

Mit einem Festakt im Alten Rathaus wurde sie offiziell eröffnet und die erste Station eingeweiht. Gleichzeitig gedachte man der jüdischen Opfer der sogenannten „Reichspogromnacht” vor 70 Jahren.

Bürgermeister Peter Jansen erinnerte daran, dass das Alte Rathaus als „gute Stube” der Stadt auch Teil der düsteren Seite der Stadtgeschichte sei. Er dankte den Bürgern und den Schülern des Cornelius-Burgh-Gymnasiums, die das Projekt „Route gegen das Vergessen” vorangetrieben haben. Die Route solle „Mahnung an alle sein, wachsam zu bleiben und den Anfängen zu währen”. Jansen gab seiner Hoffnung Ausdruck, dass das bürgerschaftliche Engagement als „das deutlichste Zeichen gegen das Vergessen” lange anhalte.

Georg Mölich vom Landschaftsverband Rheinland betonte, mit Blick auf Geschichtsverzerrungen seien Initiativen wie die Route gegen das Vergessen von besonderer Bedeutung für die Kultur des Erinnerns. Die Route dokumentiere eine Geschichte „mit vielen Grautönen”, die von Opposition bis Opportunismus reichten.

Mitinitiator Dominik Mercks rief im Namen des Route-Teams die Erkelenzer auf, die Route gegen das Vergessen zu einem „selbstverständlichen Bestandteil des Erkelenzer Stadtbildes” zu machen und mit Leben zu füllen. Dies sei „eine große Aufgabe, aber auch eine viel größere Chance”.