Hückelhoven: Ganztagsschule: SPD Hückelhoven attackiert CDU

Hückelhoven : Ganztagsschule: SPD Hückelhoven attackiert CDU

Frei von Wahlen und anderen Regularien befasste sich die jüngste Mitgliederversammlung der SPD Hückelhoven in der Gaststätte Windelen in Hilfarth intensiv mit Schulthemen.

SPD-Fraktionsvorsitzender Willi Spichartz äußerte zunächst Unverständnis über die Kreisverwaltung und deren Ablehnung der Trägerschaft einer weiteren Gesamtschule im Nordkreis, deren Notwendigkeit durch die hohe Zahl abgelehnter Bewerber belegt sei.

Vor allem, wenn man noch bedenke, so der Fraktionsvorsitzende, dass der Kreis der Stadt Heinsberg ein Gymnasium finanziere, während die anderen Städte ihre Gymnasien selbst unterhielten. Spichartz ließ keinen Zweifel daran, dass die SPD diesen Zustand nicht auf Dauer bestehen lasse.

Volkmar Gilleßen als schulpolitischer Sprecher der SPD Hückelhoven legte in einem äußerst faktenreichen Vortrag die Situation zur Einführung der Offenen Ganztagsschule (OGS) in allen neun Grundschulen der Stadt dar, wobei er die aktuellen Negativbotschaften der Landesregierung mit der Kürzung der Zuschüsse um 30 Prozent beklagte: „Das bedeutet für Hückelhoven Mindereinnahmen von 450.000 Euro.”

Was wiederum Kreistagsabgeordneter Heinz-Willi Schmitz der Hückelhovener CDU anlastete, da sie sich zu spät zur Offenen Ganztagsschule bekannt habe. Volkmar Gilleßen legte ausführlich das Verfahren zur Auswahl des Betreuungsträgers zur OGS dar; man habe sich im Rat für die Caritas entschieden, da sie sich für Personalausfall vertraglich zur Vertretungsregelung verpflichtet habe. Stellvertretender Bürgermeister Jörg Leseberg mahnte Planungs-Sicherheit für die Grundschulen in Schaufenberg und Kleingladbach diesbezüglich an, denn dort seien die Anmeldezahlen zur OGS am niedrigsten.

Schließlich kam noch das Gespräch auf den sicheren Schulweg für Doveren, der in der Vorwoche im Bauausschuss für Aufsehen gesorgt hatte. Spichartz kündigte an, dass das Thema in der Sache in der nächsten Woche im Stadtrat mit der Alternativplanung der SPD noch einmal diskutiert werde. Man sei sich mit den anderen Parteien im Rat über das Grundziel einig: Für Schul- und Kindergartenfrequentierer müssten die Wege sicherer werden, das SPD-Konzept orientiere sich an den Geh- und Fahrgewohnheiten von Kindern und Erwachsenen und sei darum wohl das praktikabelste.